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JU Merzig-Wadern: Zügig Hilfen für Solo-Selbstständige und Gewerbetreibende auszahlen

Kreis Merzig-Wadern : JU will zügige Hilfen für Selbstständige und Gewerbetreibende

Damian Specht, Kreisparteichef der Jungen Union, fordert, Perspektiven zur Öffnung von Geschäften zu schaffen – unter Einhaltung von Hygienevorschriften.

„Mit Sorge betrachtet die Junge Union Merzig-Wadern die aktuelle Situation der Gewerbetreibenden und des Einzelhandels, aber auch der Vereine im Grünen Kreis“, sagt Damian Specht, der Kreisvorsitzende der CDU-Nachwuchsorganisation. Mit Beginn des zweiten Lockdowns im November 2020, den die Junge Union (JU) nach Spechts Ausführungen „ausdrücklich unterstützt“, seien zahlreiche Gewerbezweige erneut geschlossen und damit Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer vor schwierige finanzielle Fragen gestellt worden.

„Bis heute wartet eine Vielzahl von Unternehmern auf die Auszahlung der sogenannten November- und Dezember- beziehungsweise Überbrückungshilfen“, kritisiert Specht. Seit nunmehr drei Monaten müssten diese Menschen weiter Fixkosten wie Miete und Löhne aufbringen, ohne dass sie Einnahmen verbuchen können.

„Viele mussten bereits Kredite aufnehmen“, sagt der JU-Kreischef. Hier biete die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zwar günstige Kredite an, diese stellten für die betroffenen Unternehmen aber eine zukünftige Liquiditätsbelastung dar. Mit der Ausweitung des Lockdowns im Dezember sei diese Situation nochmals auf eine Vielzahl weiterer Gewerbebereiche ausgedehnt worden.

Mittlerweile kämpften viele Unternehmer und deren Mitarbeiter um ihre Existenz, urteilt Damian Specht. „Zwar wurde nunmehr endlich mit der Auszahlung erster Abschlagszahlungen begonnen, jedoch sind in einigen Fällen bereits hohe Summen an Ausgaben bei den betroffenen Unternehmern angelaufen.“ Deshalb ist aus Sicht der Jungen Union im Kreis eine Beschleunigung des Prozesses dringend erforderlich. Specht: „Dass wir alles tun müssen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, ist uns bewusst, jedoch müssen wir gleichzeitig auch dafür sorgen, dass die Menschen nicht von einer Gesundheitskrise in eine finanzielle Existenzkrise geraten.“

Der Kreisvorsitzende der JU,  Damian Specht   Foto: Junge Union

Deshalb müssen nach seinem Dafürhalten zeitnah Hilfen in größerem Umfang an die Unternehmen und Selbstständigen fließen. Ein erster positiver Lichtblick sei die Ankündigung von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier gewesen, die Hürden für Corona-Hilfen zu senken. „Nichtsdestotrotz stellen die Abschlagszahlungen in vielen Fällen mittlerweile nur noch den berühmten Tropfen auf den heißen Stein dar“, sagt der JU-Kreisvorsitzende. Mit einhergehend müsse auch eine Perspektive zur Öffnung der Geschäfte unter Einhaltung strikter Hygienevorschriften kommen, bekräftigt Specht.

Und er hat noch ein Anliegen: „Vor dem Hintergrund einer Verlängerung des Lockdowns fordern wir zudem eine Ausweitung der Hilfen für die lokalen Vereine, zum Beispiel durch eine zweite Auszahlungsrunde.“ Die Vereine hätten ebenfalls seit Monaten laufende Kosten für den Unterhalt ihrer Einrichtungen zu tragen und seit Pandemiebeginn große Einnahmeausfälle durch das Wegbrechen ihrer Veranstaltungen.

„Mittlerweile befinden wir uns im dritten Monat des zweiten Lockdowns und ein zeitnahes Ende ist nicht in Sicht. Entsprechend müssen daher auch die Hilfen für unsere Vereine angepasst werden. Wenn wir jetzt nicht handeln, werden wir nach der Pandemie unseren Landkreis nicht mehr wiedererkennen, denn dann werden viele Geschäfte, Gaststätten und Vereinshäuser ihre Türen für immer geschlossen halten“, mahnt Michael Molitor, Mitglied im JU-Kreisvorstand.