Jetzt Nistplätze für Mauersegler schaffen

Merzig-Wadern · Mit dem Einbau von Nistmöglichkeiten oder durch sinnvolle Planung von Renovierungsarbeiten kann den Mauerseglern geholfen werden. Ab Mai kann man sie hierzulande beobachten.

 Die Mauersegler sind Gebäudebrüter. Foto: DPA

Die Mauersegler sind Gebäudebrüter. Foto: DPA

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Auf die Mauersegler ist Verlass. Ganz gleich, wie lang und hart unser Winter war: Jedes Jahr erreicht die Vorhut der schnittigen Flieger Deutschland pünktlich Mitte April. Ab Anfang Mai sind überall ihre Schreie zu hören. "Daher ist jetzt noch Gelegenheit, den Gebäudebrütern zusätzliche Nistmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen", sagt Nabu-Experte Rolf Klein. "Gerne suchen die Mauersegler zum Auftanken fluginsektenreiche Wasserflächen auf", erläutert er. Die Vögel überwinterten südlich der Sahara und zögen im Frühling zum Brüten nach Norden. Nach Süden machten sie sich dann auf ab Mitte Juli, hauptsächlich aber Anfang August. "Vereinzelt lassen sich Mauersegler noch bis Mitte September, in Ausnahmefällen auch später beobachten", weiß Klein. Nach seinen Worten gehört der Mauersegler zu den Sorgenkindern der heimischen Vogelwelt: "Wie bei den Schwalben sind die Mauersegler-Meldungen seit zehn Jahren um über 40 Prozent zurückgegangen." Grund dafür: fehlende Nistmöglichkeiten, ein Rückgang von Fluginsekten als Nahrung und die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wanderungen der Zugvögel. "Dem Mauersegler könnte man durch sinnvolle Planung von Renovierungsarbeiten und Neubauten sowie durch den Einbau von Nistmöglichkeiten oder das Anbringen von Nisthilfen vergleichsweise einfach helfen", sagt Klein.

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nabu-saar.de

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