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Jäger Klaus Weidig gibt sein Amt als Leiter der Schwarzwild-AG ab

Merzig : Klaus Weidig gibt nach 16 Jahren sein Amt ab

Das zehnte Schwarzwild-Symposium am Samstag in Merzig steht im Zeichen des Wechsels an der Spitze der Schwarzwild-AG.

Das zehnte Symposium „Rund um das Schwarzwild“ an diesem Samstag, 27. April, in der Stadthalle Merzig wird für Klaus Weidig das letzte als Leiter der Schwarzwild-Arbeitsgemeinschaft (SW-AG) Landkreis Merzig-Wadern in der Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS) und dem Landesverband Rheinland-Pfalz. Nach 16 Jahren  an der Spitze dieser früheren Schwarzwild-Hegegemeinschaft, die seit März 2003 unter seiner Führung besteht, gibt er sein Amt an jüngere Kollegen ab. Seine Stellvertreter Karl Wegbecker und Benno Scherer sowie der wissenschaftliche Leiter Dr. Daniel Hoffmann werden ihn auf dem Weg in den Ruhestand begleiten. In all den Jahren hat sich laut Weidig im jagdlichen Bereich sehr viel gewandelt und verändert. „Nur eins nicht, die Leidenschaft zur Jagd und zum Ehrenamt in der Arbeitsgemeinschaft Schwarzwild. Doch jetzt ist mit Alter und Gesundheit ein Zeitpunkt gekommen, das Amt weiterzugeben“, begründet Weidig seinen Rückzug. Er wird nach seinen Worten bei der Tagung offiziell ein letztes Mal fordern, dem Schwarzwild die gleiche Wertschätzung zukommen zu lassen wie den übrigen Schalenwildarten, zumal die Bestände der Wildschweine durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) sehr bedroht seien. Diese Seuche mit all ihren Facetten steht im Mittelpunkt der Zusammenkunft. Hauptreferentin ist die Leiterin des Nationalen Referenzlabors für ASP des Friedrich Loeffler-Instituts, Dr. met. vet. Sandra Blome, von der Insel Riems, Greifwald. Weitere Referenten sind Peter Markett (Schwarzwildbeauftragter und Wildmeister aus Nordrhein-Westfalen), Dr. Egbert Gleich (LKZ Forst Eberswalde, Abt. Wildökologie und Jagdwirtschaft), Dr. met. vet. Hans-Benno Nothelfer (Pathologe aus Bad Waldsee) und Dr. met. Vet. Kerstin Scherer-Herr (Saarl. Landesamt für Verbraucherschutz).

„Die Bedeutung der Schwarzwild-AG ist vor dem aktuellen Hintergrund akuter Seuchengefahr durch die ASP größer denn je“, sagt Umweltminister Reinhold Jost, der die Schirmherr der Veranstaltung übernommen hat.  „Das Symposium mit seiner Themenzusammensetzung und der Auswahl der Referenten trägt dieser Tatsache in vollem Umfang Rechnung“, sagt Jost. Es sei ein wichtiger Beitrag in einer ganz vielschichtigen Debatte. Er dankt Urheber Klaus Weidig für dessen Engagement als Leiter der SW-AG. „Dem Schwarzwild-Symposium muss höchste Aktualität zugemessen werden“, sagt Landesjägermeister Josef Schneider. „Die Jäger tragen weder Verantwortung für die großen Schwarzwildbestände noch für die Ausbreitung der ASP. Vielmehr wurden unter den Aspekten Waidgerechtigkeit und Tierschutz etliche Anstrengungen unternommen, vermehrt in die Schwarzwildbestände einzugreifen.“

Landesjägermeister Schneider erhofft sich nach seinen Worten von diesem Symposium, dass es auf ein hohes Interesse stoßen wird und den Teilnehmern neue Erkenntnisse und Antworten auf drängende Fragen bringen wird.