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Interview mit Brittani Washington am Rande ihres Besuches in Merzig

Merzig : „Die Schüler wissen lassen, wie wichtig es ist, Musik zu machen“

Am Rande ihres Besuches in Merzig sprach Brittani Washington über ihre Karriere und ihre Motivation für die Rundreise durch Schulen in Deutschland.

Bereits vor sechs Jahren warst du zusammen mit der Modern Music School in Merzig am Gymnasium am Stefansberg. Was ist in diesen sechs Jahren passiert?

BRITTANI WASHINGTON In diesen sechs Jahren beendete ich die Tour mit Beyoncé, für die ich Keyboard gespielt habe. Danach habe ich das Instrument gewechselt und spiele jetzt für Cee-Lo Green Schlagzeug. Dazwischen arbeitete ich an meiner eigenen CD und an meiner Single „Unhappy“. Einen neuen Haarschnitt habe ich jetzt auch. (lacht)

Wann hast du deine Single veröffentlicht, und worum geht es?

WASHINGTON Ich habe meine Single letztes Jahr im Oktober veröffentlicht. Vor ein paar Tagen habe ich das Musikvideo dazu gesehen, das wir bald veröffentlichen werden. Ich nenne den Song die Frauen-Hymne oder jedermanns Hymne, der schon mal in einer Beziehung war, die ihn unglücklich machte. Im Grunde besagt der Text: Ich bin lieber allein als unglücklich.

Du tourst zum zweiten Mal mit der Modern Music School durch Deutschland und trittst in zehn Städten auf. Was ist das Ziel der Tour?

WASHINGTON Das Ziel ist, die Schüler wissen zu lassen, wie wichtig es ist, Musik zu machen. Die heutige Generation ist es gewöhnt, ständig auf ihre Handys zu schauen. Dabei vergessen sie so viele andere coole Dinge, die man offline machen kann: einer Band beizutreten und mit Freunden Musik zu machen. Es ist verrückt zu sehen, dass wir damit einfach aufgehört haben. Ich möchte den Schülern zeigen, wie cool es ist, echte Musik zu machen und ein Vorbild für sie sein.

Nach dem Konzert können die Schüler dir auch Fragen stellen. Was interessiert sie am meisten?

WASHINGTON Viele fragen mich nach Beyoncé, wie sie ist, ob sie gemein ist und ob ich sie mag. Sie fragen aber auch, wie es ist, auf Tour zu sein und welche Erfahrungen ich gemacht habe.

Warum wolltest du Sängerin werden, und wie hast du angefangen?

WASHINGTON Ich liebe es zu singen. Wenn ich singe, bin ich glücklich und denke dabei an nichts. Als meine Mama mit mir schwanger war, spielte sie immer Klavier und sang dazu. Als ich auf die Welt kam, konnte ich das natürlich dann schon. (lacht) Musik ist Teil meiner Familie, es ist in unserem Blut drin. Angefangen habe ich in der Kirche, weil meine Eltern Priester sind. Dort musste ich jeden Tag singen, was eine unglaubliche Übung war.

Wie ist es für dich, auf Tour zu sein?

WASHINGTON Auf Tour zu sein ist wie in einer anderen Welt zu leben. Man verlässt sein Leben zuhause und wird zum Superheld. An einem Tag bin ich in Spanien, am anderen in Afrika, und das Leben auf Tour ist sehr schnelllebig.

Welchen Tipp kannst du den Schülern mitgeben?

WASHINGTON Den besten Tipp, den ich ihnen mitgeben kann – und daran halte ich mich selbst: Sei beständig, bleib’ am Ball. Der Erfolg kommt nicht über Nacht, du musst jeden Tag dafür arbeiten, aber am Ende macht sich all die Arbeit bezahlt.