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Topfit in Sachen Fremdsprachen
In Sachen Fremdsprachen unschlagbar

Auch Lena Lafitte erhielt ihre Auszeichnung vom Bildungsminister.
Auch Lena Lafitte erhielt ihre Auszeichnung vom Bildungsminister. FOTO: Stefan Pfefferle
Merzig. Schüler des Gymnsasiums am Stefansberg in Merzig wurden für ihre Leistungen im Bundeswettbewerb Fremdsprachen geehrt.

Topfit in den Fremdsprachen – so zeigen sich auch in diesem Jahr die Schüler des Gymnasiums am Stefansberg (GaS) in Merzig. Im Bundeswettbewerb Fremdsprachen erzielte die Schule in beiden Kategorien (Einzel- und Gruppenwettbewerb) den ersten Platz auf Landesebene. Besonders erfolgreich war Lena Lafitte, die im Einzelwettbewerb ihren Vorjahressieg verteidigte und daneben noch in der Gruppe mit dem Film „Love is Love“ den ersten Platz belegte (die SZ berichtete). Die 15-jährige darf das Saarland daher im Herbst auch beim Bundessprachenturnier in Meißen (Sachsen) vertreten.


Trotz der vielen Auszeichnungen bleibt Lena ganz bescheiden: „Natürlich bin ich stolz, aber mein Papa kommt aus Südfrankreich, ich bin daher auch gleich mit zwei Kulturen aufgewachsen – und vielleicht deshalb ganz besonders sprachenaffin.“ Den Sieg beim Wettbewerb hat sich Lena allerdings nicht etwa in Französisch gesichert, sondern in Spanisch. „Ich mag eigentlich alle Sprachen, bin auch immer sehr kontaktfreudig und habe daher auch sehr großen Spaß daran, mich neben meinen beiden Muttersprachen zusätzlich auf Spanisch unterhalten zu können“, erklärt das Multi-Talent und blickt auch über den schulischen Tellerrand hinaus: „In unserer Zeit sind Sprachen besonders wichtig, um die Integration zu fördern.“

Dass Lena neben ihren sprachlichen Fähigkeiten auch schauspielerisches Talent und Kreativität besitzt, hat sie in ihrem Bewerbungsvideo für den Einzelwettbewerb eindrucksvoll unter Beweis gestellt. „Wir sollten ein Video über eine bekannte Person einreichen. Da das landeskundliche Thema beim Spanisch-Wettbewerb Mallorca war, habe ich mich für Tennisspieler Rafael Nadal entschieden, weil er von dort kommt.“ Und dann hat sich Lena kurzerhand in den Tennisstar verwandelt. „Ich habe mich als Nadal verkleidet und ein fiktives Interview nachgestellt.“ Da Lena auch beim Hörverstehen, beim Lückentext und in der mallorquinischen Landeskunde überzeugen konnte, wurde sie am Ende mit Platz 1 belohnt. Jetzt freut sich die Zehntklässlerin beim bundesweiten Einzel-Finale auf neue Herausforderungen, vor allem aber darauf, die Sieger aus den anderen Bundesländern kennenzulernen und sich mit ihnen auszutauschen – am liebsten in ganz vielen verschiedenen Sprachen.



Lena Lafitte war allerdings nicht die einzige Schülerin des GaS, die beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen im Solo überzeugen konnte. Klassenkameradin Amélie Daub, die ebenfalls am Gruppenwettbewerb teilnahm, belegte in Englisch einen hervorragenden zweiten Platz. Dania Dahhan aus der Parallelklasse der beiden wurde Dritte: „Ich bin sehr zufrieden mit dem dritten Platz“, resümierte Dania nach ihrer ersten Teilnahme, „Da das Thema Kalifornien war und ich schon dort war, hat es mir sehr viel Spaß gemacht, mich darauf vorzubereiten. Ich habe mir viele Videos angeschaut, Reiseführer gelesen und auch viel gegoogelt.“

Schulleiter Albert Ehl ist stolz auf die Erfolge seiner Schüler und hebt hervor, dass es sich dabei fast schon um eine Tradition handelt: „In den letzten drei Jahren stellten wir in beiden Wettbewerbskategorien – Einzel- und Gruppenwettbewerb – jeweils Landessieger, die dann auch auf Bundesebene mit Erfolg antraten: ein Beleg für die hohe Qualität des Fremdsprachenunterrichts an unserer Schule.“

Amélie Daub mit Bildungsminister Ulrich Commerçon.
Amélie Daub mit Bildungsminister Ulrich Commerçon. FOTO: Stefan Pfefferle
Dania Dahhan wurde als Drittplatzierte ebenfalls ausgezeichnet.
Dania Dahhan wurde als Drittplatzierte ebenfalls ausgezeichnet. FOTO: Stefan Pfefferle
(tth)