Brotdorf: In Reih und Glied zum Gottesdienst

Brotdorf : In Reih und Glied zum Gottesdienst

Beim traditionellen Florianstag zog die Brotdorfer Feuerwehr Bilanz: Personalstand mit jetzt 43 Aktiven ist konstant.

Der Brotdorfer Florianstag ist schon legendär, der Empfang genießt Kultcharakter. Für die Merziger Feuerwehr ist dieser „Feiertag“ Pflicht – der sie aber immer gerne nachkommt. Eröffnet wird dieser Florianstag regelmäßig mit einem Kirchgang. In Reih und Glied marschierte die Feuerwehr zu den Klängen des Hilbringer Fanfarencorps „Die Särkover“ zur Kirche, wo der Gottesdienst vom Feuerwehrchor „Die Funkentöter“ musikalisch mitgestaltet wurde.

 Beim traditionellen Floriansempfang, an dem auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, Merzigs Bürgermeister Marcus Hoffeld und Landesbrandinspekteur Timo Meyer teilnahmen, zog der Brotdorfer Löschbezirksführer Simon Leistenschneider eine positive Bilanz auf das zurückliegende Feuerwehrjahr, zumal es den Brotdorfern gelungen ist, den Personalstand mit jetzt 43 Aktiven konstant zu halten. Die 30 Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr zeigen zudem, dass sich die Feuerwehr in Brotdorf keine Sorgen für die Zukunft machen muss.

Nach den Ausführungen von Simon Leistenschneider wurde der Löschbezirk 2017 zu 53 Einsätzen alarmiert. Die enorme Steigerung ergebe sich zum größten Teil aus der so genannten ergänzenden Alarmierung im Tagesalarm in Merzig. Darüber hinaus waren aber auch eine Vielzahl von Unwettereinsätze zu leisten. Simon Leistenschneider lieferte einen kurzen Überblick über die einzelnen Einsätze.

 Auch auf Kreisebene ist die Brotdorfer Wehr aktiv. Zur Zeit gehören neun Personen dem ABC-Zug des Landkreises an, zwei Mitglieder unterstützen die Höhenretter, und  ein Notfallbetreuer ist im Löschbezirk aktiv. Zwei Mitglieder des Löschbezirks gehören der Führungsstaffel der Kreisstadt Merzig an.

 Wie Simon Leistenschneider weiter ausführte, sind die Stunden der Aktiven unterteilt in Einsätze, Wach- und Ordnungsdienste, Übungen und Schulungen, Lehrgänge, Technischer Dienst mit Wartung der Geräte und des Gerätehauses, Sitzungen und sonstiges. Alleine knapp 2500 Stunden leisteten die Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr mit ihrem Betreuerteam, so dass eine Gesamtzahl in diesem Jahr von 9438 Stunden bei der Feuerwehr in Brotdorf zusammenkommt. Weitere 1880 Stunden leisteten die „Funkentöter“.

 Simon Leistenschneider verwies in diesem Zusammenhang auch auf die gute Kameradschaft im Löschbezirk, nicht zuletzt auch das Ergebnis zahlreicher gemeinsamer Freizeitaktivitäten im In- und Ausland.

 In Grußworten würdigten Peter Altmaier, Marcus Hoffeld und weitere Gäste die engagierte Arbeit der Brotdorf Feuerwehr zum Wohl der Bürger.

Seit langem schon ein Pflichttermin, dem Feuerwehr und Gäste gerne nachkommen: der Florianstag in Brotdorf. Foto: Ruppenthal

 Auch Beförderungen standen auf dem Programm. So ernannten Marcus Hoffeld und Wehrführer Ralf Bernardy Phil Bies und Benedikt Lang zum Feuerwehrmann, Kevin Heinz, Kai Rudolph und Andre Zenner zum Löschmeister. Der Chef der Wehr, Bürgermeister Marcus Hoffeld, dankte bei dieser Gelegenheit auch Löschbezirksführer Simon Leistenschneider und seinem neuen Stellvertreter Rainer Philippe für ihre Arbeit. Worte des Dankes richtete er aber auch an Roland Emmerich, der rund ein Vierteljahrhundert in der Löschbezirksführung aktiv war. Auch beim Freundeskreis der Feuerwehr Brotdorf gab es einen Wechsel. Nach 15 Jahren Vorsitz legten Arno Adams und Helmut Backes ihre Ämter nieder. Es folgten Roland Emmerich und Josef Roth als Vorstand.

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