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USA
In Falmouth lässt es sich wunderbar leben

Das Meer liegt nur rund 15 Minuten von Maikens Zuhause entfernt.
Das Meer liegt nur rund 15 Minuten von Maikens Zuhause entfernt. FOTO: Maiken Klinke
Schülerin Maiken Klinke aus Merzig erfüllt sich ihren Traum von Amerika und verbringt die Zeit bis Sommer 2018 in Maine. Für die SZ berichtet sie regelmäßig über ihren Alltag in den Staaten. Von Maiken Klinke

Ich habe bisher noch nicht genauer erläutert, wo ich denn mein High School-Jahr verbringe. Ich werde Ihnen Informationen zu meinem Bundesstaat, der Stadt, in der ich lebe, und auch zu meiner Gastfamilie geben, sodass Sie ein Bild bekommen, wo ich mich zur Zeit aufhalte.


Wie ich schon mehrmals erwähnt habe, wurde ich von meiner Organisation in den Bundesstaat Maine der Vereinigten Staaten von Amerika geschickt. Maine ist ein Teil der Region Neu-England (New England) und wird auch als „The Pine Tree State” („Kiefern-Staat) bezeichnet. Der Name „Maine” ist zurückzuführen auf die Bezeichnung „Mainland” (Festland oder Hauptland). Maine liegt als östlichster Bundesstaat am äußersten Rand des Nordostens der USA. Er ist der größte Neu-England-Staat und grenzt im Süden an New Hampshire, im Norden an Kanada und im Osten an den atlantischen Ozean. Es leben etwa 1 300 000 Menschen in Maine. Mit einer Fläche von über 92 000 Quadratkilometer ist Maine um 10 000 Quadratkilometer größer als Österreich. Dieser US-Bundesstaat hat den größten Waldanteil von mehr als 90 Prozent und ganz viele Inseln zu bieten.

Eine Hauptattraktion ist der „Acadia-Nationalpark“, nordöstlich der Hauptstadt Augusta. Aber auch Bangor ist bekannt, denn hier lebt der berühmte Autor Stephen King. Maine liegt in einer kühl-gemäßigten Klimazone. Oft ist Maine geprägt von harten Wintern, aber man erlebt dennoch recht warme Sommer. In der Regel kommen keine Orkane oder Wirbelstürme zustande, aber es gibt oft Schneestürme sowie „Küstenstürme“, die starken Regen und Wind bringen. Zusätzlich ist Maine geprägt vom wundervollen „Indian-Summer”: Im Herbst färben sich die Laubbäume in den wunderschönsten rot-, gelb - und orange-Tönen. Auch für den Lobster (Hummer), Elche und Blaubeeren ist Maine bekannt. Darüber hinaus ist er auch ein recht fortschrittlicher Bundesstaat: Sowohl gleichgeschlechtliche Ehen als auch Marihuana sind hier legal. Das Staatsmotto ist „Dirigo” (Ich führe).



Die größte Stadt Maines ist Portland, welche sich südlich und Nahe der „Casco Bay”- Küste befindet. Die Hafenstadt ist geographisch am nächsten zu Europa, befindet sich im Cumberland County (mit einem Landkreis zu vergleichen) und hat circa 66 000 Einwohner. Bekannt ist Portland auch für das „Portland Museum of Art” (Kunstmuseum), den Leuchtturm „Portland Head Light” als auch den Longfellow Square von 1906. Portland ist eine sehr schöne Stadt, und sie wurde 1632 gegründet. Man sollte Portland in Maine aber nicht mit dem Portland an der Westküste der USA in Oregon verwechseln.

Ich lebe in Falmouth, Maine, etwa 20 Minuten nördlich von Portland entfernt. Dies ist eine sehr schöne kleine Stadt. Auch Strände liegen sehr nahe und sind mit dem Auto in etwa 15 Minuten von zu Hause aus zu erreichen.

Falmouth ist geprägt von sehr viel Natur, Stränden und ein paar wenigen Häusern im Landesinneren. Hier besuche ich die Falmouth High School, welche die zweitbeste High School des ganzen Bundesstaates ist. Ich wohne in einem süßen, blauen Holzhaus, welches den schwedischen Häusern ähnlich ist. Ein sichtbarer Unterschied: Diese sind rot angestrichen.

 Meine Gastfamilie besteht aus den Gasteltern und einer 15-jährigen Gastschwester, zudem habe ich noch zwei ältere Gastschwestern, die jedoch schon ausgezogen sind. Es leben auch ein Hund, zwei Katzen, zwei Wellensittiche und eine Schildkröte im Haus. Am Haus befindet sich ein großer Garten und eine Feuerstelle, an der im Sommer fleißig „S’mores“ gemacht werden. Ein „S’more“ besteht aus einem Stück schmelzender Schokolade und einem gerösteten Marshmallow, eingebettet in zwei Graham Cracker. Neben dem Haus befindet sich zusätzlich eine kleine Wohnung, welche vermietet wird. Wie meine Gastmutter immer sagt, leben wir im Wald. Diese Region ist auch sehr für das Jagen bekannt.

Es ist wunderschön, hier in Falmouth, Maine, zu leben. Die Einwohner sind alle sehr nett, und ich habe tolle Freunde finden können. Im Sommer ist es warm, und der Strand ist direkt in der Nähe. Im Winter schneit es sehr viel, sodass man die Möglichkeit hat, Ski- oder auch Snowboard zu fahren. Dies ist mir beides sehr recht, denn ich liebe den Sommer und das Meer, aber auch den Schnee und das Snowboardfahren. Also bin ich hier perfekt „gelandet”. Maine ist für mich schon wie ein zweites Zuhause geworden, und ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, in knapp zwei Monaten schon alles wieder zurückzulassen und nach Harlingen zurück zu kehren. Kaum zu glauben, wie schnell die letzten acht Monate, die ich bereits hier bin, vergangen sind.

Natur pur verspricht der US-Bundesstaat Maine.
Natur pur verspricht der US-Bundesstaat Maine. FOTO: Maiken Klinke
In diesem Haus in Falmouth, Maine lebt Maiken Klinke zusammen mit ihren Gasteltern und ihrer Gastschwester.
In diesem Haus in Falmouth, Maine lebt Maiken Klinke zusammen mit ihren Gasteltern und ihrer Gastschwester. FOTO: Maiken Klinke
Der Bundesstaat Maine ist bekannt für seinen „Indian Summer“.
Der Bundesstaat Maine ist bekannt für seinen „Indian Summer“. FOTO: Maiken Klinke
Winterliche Impressionen aus Maine.
Winterliche Impressionen aus Maine. FOTO: Maiken Klinke
Maiken Klinke aus Merzig wird die nächsten zehn Monate im US-Bundesstaat Maine verbringen und dort die High School besuchen.
Maiken Klinke aus Merzig wird die nächsten zehn Monate im US-Bundesstaat Maine verbringen und dort die High School besuchen. FOTO: Maiken Klinke