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Im Wolfspark Merzig war die Umsetzung des Hundeverbotes erfolgreich

Wolfspark Merzig : Weniger Stress für Wölfe nach Hundeverbot

Die neue Regelung im Wolfspark wird nach Worten der Stadt Merzig vom Gros der Besucher akzeptiert.

Seit Beginn des neuen Jahres gilt im Wolfspark Werner Freund in Merzig ein Hundeverbot (wir berichteten). Die Kreisstadt Merzig als Betreiber hatte das Vorgehen unter anderem damit begründet, dass einige Hundehalter mit ihrem rücksichtslosen Verhalten bei den Wölfen für viel Aufregung gesorgt hätten. Damals hieß es, dass mit der Neuregelung Abhilfe geschaffen werden sollte, sodass sich die Wölfe wieder entspannen können.

Stephan Fandel, der Pressesprecher der Stadt Merzig, teilte auf Anfrage der SZ mit, dass dieses Ziel erreicht worden sei: „Die gesamte Situation und das Verhalten der Wölfe im Park haben sich merklich entspannt.“ So habe sich zum Beispiel das Stress-Heulen der Wölfe erheblich reduziert. Der Wolfspark-Leiterin Tatjana Schneider zufolge sei die positive Verhaltensänderung der Wölfe auch den Besuchern aufgefallen.

Tatjana Schneider spielt bei der Umsetzung des Hundeverbots nach Worten von Fandel eine wichtige Rolle. Er berichtete: „Eine Familie gab es bisher, die dennoch mit dem Hund in den Park ist. In diesem Fall konnte Tatjana Schneider mit Erläuterungen und Geduld Überzeugungsarbeit leisten.“

Die Neuregelung sei weiträumig verbreitet worden, ergänzte Fandel. Die Kreisstadt Merzig habe sich bewusst für eine Übergangszeit von der Bekanntgabe bis zum Inkrafttreten entschieden. Um möglichst viele Menschen zu erreichen, hätten Stadt und Wolfspark auf mehrere Verbreitungswege gesetzt. Fandel nennt in diesem Zusammenhang die sozialen Medien, die regionale Presse, das amtliche Mitteilungsblatt „Neues aus Merzig“ sowie die Internet-Seite des Parks.

Schilder an jedem der drei Ein- und Ausgänge weisen zudem darauf hin, dass Hunde nicht mehr mitgebracht werden dürfen. Auch in touristischen Flyern werde auf die neue Regelung hingewiesen. Laut Fandel „wird die neue Regelung von der breiten Masse der Besucher akzeptiert“.