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Auf den Spuren der Stars
„Ich darf meine Lieblingssongs singen“

Henriette Schreiner ist als Musical-Sängerin erfolgreich.
Henriette Schreiner ist als Musical-Sängerin erfolgreich. FOTO: agentur
Merzig/Berlin. Die Merzigerin Henriette Schreiner ist in der Berliner Musicalshow „Take it easy! Hits and Acrobatics“ zu sehen.

Wenn in diesen Tagen wieder die Reise zu den Wurzeln von Rock und Pop startet, ist sie eine der Wegbegleiterinnen: die gebürtige Merzigerin Henriette Schreiner. Auf ihre jüngste Produktion im Berliner Wintergarten freut sich die Musicaldarstellerin wie Bolle: „Bisher ist das eines meiner größten Engagements“, verrät sie über ihre Soloauftritte in einem der bekanntesten Varietés der Bundeshauptstadt. Bis einschließlich 10. Juni verschmelzen auf der Bühne mit Weltruf Songs von Musiklegenden mit atemberaubender Akrobatik.


Für „Take it easy“, so der Name der Show, hat sie hart geprobt. „Ich habe mich bereits zu Hause vorbereitet“, gesteht sie. „Bruce Springsteen, The Eagles, Dolly Parton, Taylor Swift, alle sind vertreten“, gibt sie einen Einblick in das Who is Who der Ikonen, die mit ihren Liedern Musikgeschichte geschrieben haben.

„Zudem bin ich verrückt nach dieser Musikrichtung“, gesteht sie. Ihre Liebe zu Country und Folk hat sich nach ihren Worten bei einem längeren Aufenthalt in Kanada gefestigt. „Mit Dolly Parton habe ich Nächte durchgetanzt“, erinnert sie sich an ihre musikalischen Begegnungen mit dem Country-Weltstar. Das saarländische Country-Girl teilt sich ihre Auftritte mit Tim Wilhelm, dem Sänger der Münchner Freiheit, der nach eigenem Bekunden gern „on the Road“ ist, der Sängerin Vanessa S. und dem Sänger und Performer Crsto, mit bürgerlichem Namen Christopher Ciraulo, unterstützt von der Band Live-Band um Erez Frank.



„Wir singen viele Hits neu“, sagt  Henriette Schreiner. Kombiniert wird die Musikshow mit akrobatischen Einlagen: So lässt Chris Kiliano, gern als Rockstar unter den Luftakrobaten bezeichnet, die „Wild Horses” der Rolling Stones fliegen. Wie eine Brücke spannen „Niko y Vito“ ihr Schlappseil über die Bühne zu Simon & Garfunkels „Bridge Over Troubled Water”. „Spirit In The Sky“ haben sich die Karpovich Brothers für ihre Akrobatik auf dem Schleuderbrett ausgesucht.

Die Gruppe TwinSpin, Weltmeister der Geschicklichkeit, lassen ihre Diabolos zu den Songs  „Go Your Own Way“ und „Don’t Stop“ der britisch-amerikanischen Rockband „Fleetwood Mac“ tanzen. Vier junge Männer, acht Hände und eine enorme Körperspannung: „Brothers in Arms“ („Waffenbrüder“), ein Lied der britischen Rockband „Dire Straits“ erklingt, während das Quartett „White Gotic“ seine Hand-Balance präsentiert.

„Ich freue mich riesig auf diese Show“, sagt Schreiner. „Ich habe das große Glück, einige meiner absoluten Lieblings-Countrysongs singen zu dürfen. Dazu gehören ‚Jolene’ von Dolly Parton, ‚Cowboy take me away’ von den Dixie Chicks und ‚No no never’ von Texas Lightning.“

Trotz der Routine, die sich mittlerweile eingestellt hat, gilt für sie immer noch: einmal Luft holen – dann raus ins Scheinwerferlicht. „So ganz legt sich das Lampenfieber bei mir nicht,“ hat die Wahlberlinerin  in einem Interview einmal verraten. „Kurz vor meinem ersten Auftritt muss ich immer noch tief durchatmen. Das ist aber auch das Schöne, was dieser Beruf mit sich bringt“, schwärmt sie von ihrem Job, den sie an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig von der Pike auf gelernt hat.

Vor drei Jahren hat sie sich in Innsbruck in die Herzen der Tiroler gesungen – als stimmgewaltige Fee in Monty Pythons „Spamalot“. Sie trat als Solistin auf Aida-Kreuzfahrten und bei „Luther – das Pop-Oratorium“ auf. Im Herbst und Winter vergangenen Jahres arbeitete sie parallel im Theater Chemnitz und am Theater am Kurfürstendamm.

Zu ihren weiteren Plänen sagt sie: „Im September werde ich als Wednesday Addams aus der Merziger Gruft steigen“ – ein Wiedersehen mit Familie und Freunden in der alten Heimat eingeschlossen. „Darauf freue ich mich ebenfalls sehr.“