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HSV Merzig-Hilbringen muss zum Frühsport nach Nieder-Olm

Merzig. Roland Schmidt

Der frühe Vogel fängt den Wurm: Die Oberliga-Handballer des HSV Merzig-Hilbringen werden auf die Volksweisheit pfeifen, wenn an diesem Sonntag um 6 Uhr morgens der Wecker klingelt. Fünf Stunden und eine fast 180 Kilometer lange Busfahrt später wartet auf sie um 11 Uhr die "Frühschicht" beim TV Nieder-Olm. Diese brutale Anwurf-Zeit ist für alle Teams ein Graus. "Früher Anpfiff, Spiel ohne Harz - wir wollen trotzdem punkten", sagt HSV-Trainer Marcus Simowski. Als Tabellenfünfter ist sein Team am Sonntag Favorit. Elf Siege, zwei Unentschieden, sieben Niederlagen sind eine gute Bilanz, aber kein Grund, sich auszuruhen.

Der Tabellenvorletzte TV Nieder-Olm ging jüngst beim Abstiegsrivalen TV Bitburg mit 22:37 in die Knie und zittert nun mit fünf Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsrang stark um den Klassenverbleib. Die Saarländer könnten die prekäre Lage noch verschlimmern und sich selbst einen Gefallen tun. Ein Sieg - und der verhasste Frühsport gehört vielleicht schon bald der Vergangenheit an.