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HSV Merzig-Hilbringen: Ein Silberstreif am Horizont

HSV Merzig-Hilbringen: Ein Silberstreif am Horizont

Merzig. Ina Grgic hatte vor dem Spiel des HSV Merzig-Hilbringen beim Tabellen-Schlusslicht der Handball-Oberliga-Rheinland-Pfalz/Saar so eine Vorahnung: "Wir haben beim TV Wörth selten gut gespielt. Trotzdem wollen wir versuchen, an die guten Leistungen der Vorwoche anzuknüpfen", meinte die HSV-Spielmacherin vor dem Anpfiff in der Sporthalle Wörth

Merzig. Ina Grgic hatte vor dem Spiel des HSV Merzig-Hilbringen beim Tabellen-Schlusslicht der Handball-Oberliga-Rheinland-Pfalz/Saar so eine Vorahnung: "Wir haben beim TV Wörth selten gut gespielt. Trotzdem wollen wir versuchen, an die guten Leistungen der Vorwoche anzuknüpfen", meinte die HSV-Spielmacherin vor dem Anpfiff in der Sporthalle Wörth. Nach 60 wechselhaften Spielminuten war die erfahrene Gäste-Spielerin froh, dass es nach verheißungsvoller 16:11-Pausenführung am Ende noch zum knappen 27:26-Sieg gereicht hatte. Das größte Problem, das sich auch wie ein roter Faden durch die bislang schwache Saison zieht, war erneut die mangelnde Chancenverwertung. Die leichtsinnige Spielweise rächte sich, Wörth nutzte die technischen Fehler zu Gegenstößen. So waren die nie aufgebenden Gastgeberinnen in der 45. Minute plötzlich wieder dran. Wörths Ausgleichstreffer zum 21:21 war der Schuss vor den Bug und kam gerade noch zum richtigen Zeitpunkt. In der letzten Viertelstunde stemmte sich Merzig gegen den Punktverlust, ging mehrfach in Führung, ohne sich aber entscheidend absetzen zu können. Aber der Biss war wieder da und das zählte. Auch die zwischenzeitliche 24:23-Führung (55.) der Heimmannschaft beirrte die Truppe von HSV-Trainer Andreas Kiedron nicht. Die besseren Nerven, zwei kuriose Treffer von Lisa Michler (fast von der linken Torlinie) und eine Strafwurf-Parade von HSV-Torfrau Alex Schulz sicherten den Saarländerinnen in der turbulenten Schlussphase den knappen, aber verdienten 27:26-Sieg. Kurios: 20 Mal zeigten die Schiedsrichter in dem zeitweise ruppig geführten Oberliga-Duell auf den Punkt. HSV-Torjägerin Michelle Chwalek (Foto: SZ) verwandelte alle elf Strafwürfe. Merzigs Torhüterin Schulz wehrte bei dem Siebenmeter-Festival zwei von neun gegnerischen Strafwürfen ab. Nach neun von 26 Spielen belegt der HSV Merzig-Hilbringen nun in der Tabelle mit 6:12 Punkten Rang elf. Auch wenn der zweite Saisonsieg (der dritte kam am Grünen Tisch zustande) hart erkämpft war, so ist ein Aufwärtstrend erkennbar. ros