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Hornissen peinigen Merziger Wölfe

Merzig. Serie gerissen: Nach drei Siegen in Folge musste sich Handball-Oberligist HSV Merzig-Hilbringen am Samstag den VTV Mundenheim zu Hause mit 30:33 geschlagen geben. Christian Jung gab sein Heimspiel-Debüt und erzielte sein erstes Tor im HSV-Trikot. Roland Schmidt

Offener Schlagabtausch, packende Spielszenen, Tore satt: Handball-Herz, was willst du mehr? Beim Oberliga-Duell zwischen dem Tabellenfünften HSV Merzig-Hilbringen und dem Tabellenvierten VTV Mundenheim kamen die 200 Zuschauer am Samstag voll auf ihre Kosten. Nur etwas stimmte nach dem Abpfiff nicht - das Ergebnis. Die 30:33-Niederlage, die in der Thielspark-Halle von der Anzeigetafel leuchtete, trübte die Stimmung. Auch die Jubelgesänge "Auswärtssieg, Auswärtssieg" störten.

"Schade, diese Niederlage ist ärgerlich. Da war mehr drin", seufzte HSV-Rückraumspieler Christian Jung, der eigentlich allen Grund zur Freude gehabt hätte. Beim Stand von 20:22 (45.) durfte der 20-Jährige endlich zu seiner Heimspiel-Premiere aufs Feld. In der 58. Minute warf er für den HSV sein erstes Tor. Sieben Monate hatte der Neuzugang von der HSG Fraulautern-Überherrn darauf gewartet. Nach der in einem Testspiel erlittenen Schulterverletzung folgten eine Zwangspause und schweißtreibende Reha-Maßnahmen, doch Jung verlor nie den Mut. "Christian hat sich Stück für Stück herangearbeitet und tolle Fortschritte gemacht", kommentierte Marcus Simowski Jungs Comeback.

Auch mit der Leistung seines Teams, das ohne die verletzten Torjäger Lucian Scheid, Laszlo Kincses und Lars Pfiffer antrat, war der HSV-Trainer größtenteils zufrieden gewesen, besonders in der Anfangsphase. Nach einer Strafwurf-Parade von Torwart Sven Klein warf Norbert Petö Merzig mit seinem dritten Tor mit 5:1 (7.) in Führung. Alles lief nach Plan. "Wir haben schnell nach vorne gespielt und die Chancen genutzt", meinte Petö. "Dann war die Luft raus. Zu viele Bälle gingen daneben." Die gelb-schwarzen "Hornissen " wurden aggressiver, machten Stich um Stich. Plötzlich lagen die Gäste mit 8:7 (15.) vorn. "Statt wegzuziehen, lassen wir die wieder herankommen. Danach haben wir unsere Linie nicht mehr gefunden", meinte Simowski. Die Manndeckung von Tomas Kraucevicius störte zudem das Angriffsspiel. Halbzeitstand: 14:14.

Nach der Pause wechselten die Führungen häufig: 15:14, 17:19, 27:26, 29:31 (58.). In der Schlussphase traf Mundenheim einfach besser und dies, so Peter Laux, habe den Unterschied ausgemacht. "Wir waren in der entscheidenden Phase nicht konsequent genug. Die Punkte hätten wir holen können", ärgerte sich der HSV-Kapitän.

Die Tore für den HSV Merzig-Hilbringen: Norbert Petö 6, Tomas Kraucevicius 5, David Pfiffer 5/1, Thomas Kochann 4, Sebastian Klein 4, Tom Paetow 3, Marius Merziger 2, Christian Jung 1.