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Hornissen-Alarm im Thielspark

Merzig. Die Oberliga-Handballer des HSV Merzig-Hilbringen wollen an diesem Samstag in der Thielspark-Halle ihre Siegesserie ausbauen. Gewinnen die „Wölfe“ das Heimspiel gegen die Mundenheimer „Hornissen“, winkt sogar Platz vier. Roland Schmidt

Handball-Oberligist HSV Merzig-Hilbringen hat einen "Lauf". Und der soll nach drei Siegen in Folge am Samstag ab 19.30 Uhr in der Thielspark-Halle Merzig fortgesetzt werden. Die "Wölfe" wollen den "Hornissen " den Stachel ziehen - so könnte das Motto im Heimspiel gegen die VTV Mundenheim lauten. Marcus Simowski formuliert es so: "Wir spielen voll auf Sieg. Gewinnen wir, ziehen wir an Mundenheim vorbei auf Rang vier", sagt der Trainer des Tabellenfünften und wirkt entspannt.

Scheid und Kincses fehlen



Er weiß aber auch: Ein Spaziergang wird das nicht. Gegen das Spitzenteam könne man nur mit konzentriertem Abwehr- und Aufbauspiel bestehen - von der ersten bis zur letzten Minute, meint Simowski. "Wenn wir so spielen wie in der Vorrunde, haben wir eine Chance", glaubt der Trainer. In Mundenheim erkämpften sich die Saarländer im Oktober ein 26:26. Zwischenzeitlich lagen sie sogar mit fünf Toren vorne, in der 58. Minute knapp mit 26:25. Erst kurz vor Schluss fiel der Ausgleichstreffer. "Das Ergebnis war okay. Beide Teams hatten ähnliche Spielanteile", sagt Simowski, der dieses Mal aber beide Punkte will.

Tomas Kraucevicius machte in Mundenheim sein erstes Spiel im HSV-Trikot. Nach kurzer Eingewöhnungszeit zählt der 29 Jahre alte Litauer heute im rechten Rückraum mit 56 Treffern zu den Top-Torjägern. Nur Rückraumspieler Norbert Petö mit 70 Toren und Linksaußen Sebastian Klein mit 67 trafen häufiger. Die Treffer von Lucian Scheid werden dagegen morgen erneut fehlen. Der Rückraum-Hüne muss wegen muskulärer Probleme passen. Rechtsaußen Laszlo Kincses hat Schmerzen im Sprunggelenk und wird auch nicht spielen. "Die Jungs pausierten aber schon in den Spielen zuvor und wurden von den Mitspielern gut ersetzt", sagt Simowski.

Der ausgewogene Kader sei ein großes Plus, findet auch Jens Peter Schlingmann. "Das Team ist dieses Mal so besetzt, dass Verletzungen ohne Substanzverlust kompensiert werden können", weiß der HSV-Vorsitzende. Erfreulich außerdem: Neuzugang Christian Jung bestreitet sein erstes Heimspiel. Er hatte sich vor der Saison in einem Testspiel an der Schulter verletzt. "Der Junge macht große Fortschritte und wird kurze Einsätze bekommen", sagt Simowski.

Den frühzeitigen Klassenverbleib als primäres Saisonziel hat sein Team quasi schon realisiert. Man werde sich aber nicht zurücklehnen, eher einen Gang hochschalten. So kündigt es der Trainer an. "Wir haben die Chance, eine geile Platzierung zu erzielen. Also werden wir weiter Gas geben. In jedem Spiel", verspricht Simowski.