Hilbringer Hiobsbotschaften

Nach dem knapp verpassten Landesliga-Aufstieg müssen die Fußballer des FSV Hilbringen diese Saison kleinere Brötchen backen. Ganz anders der nächste Gegner: Die SG Britten-Hausbach reist nach einer starken Saison als Tabellenführer an.

Es war schon vor der Runde absehbar, doch nun hat es sich für die Bezirksliga-Fußballer des FSV Hilbringen bewahrheitet: Durch die Abgänge von Torjäger Georg Sonnier (16 Tore) und Dennis Thiel (neun), die es zu Kreisligist SV Menningen zog, hat der Vizemeister der Vorsaison viel an Offensivkraft eingebüßt. Mit 19 Toren aus elf Spielen gehört der Angriff der Grün-Weißen zu den schwächeren der Liga.

Ein anderer Punkt, der Trainer Ralf "Mini" Schmidt im Sommer trotz der Abgänge hoffnungsfroh stimmte, ist dagegen nicht eingetreten: "Wir sind in der Breite nun besser aufgestellt", hatte Hilbringens Trainer angesichts der vielen neuen Jugendspieler gesagt. Doch davon kann keine Rede mehr sein.

Oberschenkelbruch bei Mary

"Natürlich haben wir zwei gute Stürmer verloren, die wir nicht adäquat ersetzen können. Aber das Hauptproblem sind die Verletzten", sagt "Mini" heute mit Blick auf seinen Minikader. Gleich acht Spieler stehen nicht zur Verfügung. Ganz schwer hat es Eric Mary erwischt, der im dritten Spiel, beim 1:1 gegen Titelkandidat FC Besseringen, einen Oberschenkelbruch erlitt und bis zu einem Jahr ausfällt.

Unter diesen Umständen kann der Trainer mit dem Abschneiden als Tabellensiebter und 19 Punkten leben: "Bis Sonntag waren wir komplett im Soll. Gegen Schwemlingen haben wir dann aber ganz schlecht gespielt", sagt Schmidt zur 1:3-Heimpleite im Derby gegen den SV Schwemlingen-Ballern.

Zumindest in Sachen Einstellung erhofft er sich eine Steigerung, wenn an diesem Sonntag um 15 Uhr mit der SG Britten-Hausbach der Spitzenreiter beim FSV gastiert. Dass die Elf der Trainer Martin Will und Bernd Scherer mit 28 Punkten ganz oben thront, mag viele überraschen. Schmidt dagegen hatte sie samt der Verfolger Besseringen (26 Zähler) und SF Bachem-Rimlingen (23) schon vorher auf dem Zettel: "Das ist ein sehr spielstarkes, aber auch robustes und kampfstarkes Team", sagt er. Gegen die Gäste um Torjäger Björn Weber, der schon 14 Mal traf, habe sein junges Team "nix zu verlieren."

Im letzten Spiel wurde Weber wegen muskulärer Probleme nur eingewechselt, als Britten-Hausbach bei den SF Bietzen-Harlingen mit großer Moral ein 1:3 noch in einen 4:3-Sieg umwandelte. "Es ist bisher einfach gut gelaufen. Wir haben gut gearbeitet und hatten auch das nötige Glück", sagt Spielertrainer Will zum starken Abschneiden seines Teams. Da aber auch Britten-Hausbach personelle Probleme plagen, gibt er sich vor dem Spiel in Hilbringen bescheiden: "Da wäre ich mit einem Punkt zufrieden." Auch Schmidt würde das sicher unterschreiben. Ihm geht es nun um die kontinuierliche Weiterentwicklung: "Die Jungs sind sehr lernwillig, brauchen aber einfach Zeit. Uns stehen mit Sicherheit ein, zwei Übergangsjahre bevor, um die junge Mannschaft aufzubauen."

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