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Leserbrief
Hat Merzig nicht genug gelitten?

Bebauung Regler-Platz

Welchem kranken Hirn ist das denn jetzt wieder einmal entsprungen, den Gustav Regler-Platz, den einzigen öffentlichen, noch für alle Merziger Bürger zugänglichen Platz mit einem vierstöckigen Wohn- und Geschäftshaus zu bebauen? Mit dem Seffersbachviertel ist in den letzten Jahrzehnten schon genug Schindluder getrieben worden. Hat Merzig nicht auch schon genug gelitten unter den Beschlüssen der Stadtväter, die diesen Namen gar nicht verdient haben: Das Plattmachen des Fellenbergparkes, der mit seinem alten Baumbestand gut zur Erholung der Bürger hätte beitragen können, in eine Teerplatte; der Umbau des historischen Kirchplatzes in einen Parkplatz (wegen der Kaufleute); der Abriss der Fassade des Möbelhauses Walter in der Hochwaldstraße (Erhalt zu teuer); die Umwandlung eines gut funktionierenden Hela-Kreisels in eine Ampelanlage („man zwingt uns“), usw, usw.


Man fragt sich, ob die Ratsmitglieder nicht des Öfteren ihren Verstand an der Garderobe abgeben, bevor sie den Sitzungssaal betreten, um diese Beschlüsse zu fassen. Oder agiert hier im Hintergrund schon ein dem Stadtrat und dem Parteibuch nahestehendes Baukonsortium, das das Ganze planen und ausführen wird? Man kann nur hoffen, dass diesmal der Widerstand der Bevölkerung so groß sein wird, dass man dieses unsinnige Projekt fallen lässt!

Gerald Castor, Waldwisse