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Handball: HSV verspielt Fünf-Tore-Vorsprung

Handball: HSV verspielt Fünf-Tore-Vorsprung

Im modernen Tempo-Handball entscheidet meist das letzte "Drittel" über Sieg und Niederlage. Die Kraftreserven müssen für eine Stunde reichen - und genau da liegt das Problem des HSV Merzig-Hilbringen . Der ersatzgeschwächte Oberligist verlor am Sonntagmorgen beim Tabellen-Vorletzten TV Nieder-Olm mit 25:26, obwohl er schon mit fünf Toren geführt und alles gegeben hatte - aber eben nur 45 Minuten lang.

"Bis dahin hat die Abwehr richtig gut gearbeitet. Dann war der Saft alle", stellte HSV-Trainer Marcus Simowski ernüchtert fest. Es war die siebte Niederlage in Folge, die vierte mit einem Ein-Tore-Abstand.

Lange sah es gut aus. Nach der ersten Halbzeit lag der Tabellenneunte mit 9:7 vorn. Ohne sieben verletzte Stammspieler ließ die "improvisierte Deckung" bis zur Pause nur sieben Gegentore zu. Die siebte Niederlage in Folge verhinderte das nicht. Spielerisch waren die Gäste auch nach dem Seitenwechsel überlegen und münzten dies in Tore um. 12:7 lag der HSV in der 33. Minute vorn. Simowski traute seinen Augen kaum. "Sie hatten den Gegner im Griff. Aber je länger die Partie dauerte, umso mehr Fehler schlichen sich ein", haderte der Merziger Teamchef. Hektische Abwehraktionen führten zu Zeitstrafen, die Überzahl nutzte Nieder-Olm, um aufzuholen und in der 45. Minute zum 16:16 auszugleichen. Merzigs Not-Kader warf sich noch einmal mit 18:17 (48.) in Führung. Dann sah Tomas Kraucevicius die Rote Karte und musste vom Feld. "Wenn bei uns in solch engen Phasen ein kleines Ästchen bricht, ist alles vorbei. Die Jungs tun mir echt leid", seufzte Simowski.

Die Tore für den HSV Merzig-Hilbringen : Laszlo Kincses 10/2, Norbert Petö 4, Tomas Kraucevicius 4, Sebastian Klein 3, Maurice Duchene 2, Lukas Fischer 2.