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Handball: HSV muss zum Frühsport nach Nieder-Olm

Handball: HSV muss zum Frühsport nach Nieder-Olm

Morgenstund' hat Gold im Mund: Wenn es nach dem Sprichwort geht, stehen die Chancen des Handball-Oberligisten HSV Merzig-Hilbringen an diesem Sonntag nicht schlecht. Begeisterungsstürme entfacht die "Frühschicht" beim TV Nieder-Olm indes nicht.

"Es gibt bessere Termine", sagt HSV-Trainer Marcus Simowski. Da die Spiele beim TVN immer um 11 Uhr angepfiffen werden, klingelt bei den Saarländern bereits um 6 Uhr der Wecker. Fünf Stunden später gehen sie in der 180 Kilometer entfernten Sporthalle Karl-Sieben-Straße aufs Feld. "Dazu kommt das Harz-Verbot", hadert Simowski.

Beim 34:27-Heimspielsieg trat Merzig fast in Bestbesetzung an. Diesmal ist der Teamchef froh, wenn er nicht selbst zum Trikot greifen muss. Die Lage hat sich weiter zugespitzt: Neben den Langzeitverletzten Julius Rost, Christian Jung, Laszlo Kincses, David und Lars Pfiffer fallen womöglich auch Marcel Rudolph und Marius Merziger aus. Der Kreisläufer und der Rechtsaußen zogen sich im letzten Heimspiel schwere Handverletzungen zu. "Täglich grüßt das Murmeltier" - wie der von Bill Murray in der Hollywood-Komödie gespielte Wetteransager scheint Simowski in einer Zeitschleife festzustecken. Er wird immer und immer wieder mit demselben Problem konfrontiert: Verletzungen ohne Ende. "Jammern hilft nicht", sagt der HSV-Trainer und ergänzt: "Wir müssen da durch, aber so eine Horror-Saison wünsche ich nicht mal meinem ärgsten Feind."