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Handball-Saarlandliga
Ein Derby, das die Fans elektrisiert

31:29 gewann Brotdorf vor genau einem Jahr die Partie beim Lokalrivalen. Nun will HSV-Kapitän David Pfiffer (in Blau) diese Scharte endlich auswetzen.
31:29 gewann Brotdorf vor genau einem Jahr die Partie beim Lokalrivalen. Nun will HSV-Kapitän David Pfiffer (in Blau) diese Scharte endlich auswetzen. FOTO: Heiko Britz / Heiko Britzwww.digfot.de
Merzig. Volle Halle, tolle Stimmung. Das ist garantiert, wenn am Samstag Handball-Saarlandligist TuS Brotdorf den HSV Merzig-Hilbringen empfängt. Es ist die Mutter aller Derbys. Und Fans wie Spieler fiebern dem Schlagabtausch entgegen. Von Roland Schmidt

Rückschläge gehören zum Leben. Auch im Handball. Dies musste jüngst der TuS Brotdorf erfahren, der den Erzrivalen HSV Merzig-Hilbringen an diesem Samstag um 19.30 Uhr zu gerne als amtierender Tabellenführer empfangen hätte. Nach der unglücklichen 31:32-Niederlage bei der HSG Nordsaar verabschiedeten sich die Brotdorfer Wombats aber bedauerlicherweise von der überraschenden Spitzenposition. Vor dem Anpfiff des Saarlandliga-Stadtderbys in der ausverkauften Seffersbachhalle belegt der TuS „nur“ Rang vier. Merzig ist mit einem Spiel und zwei Zählern mehr auf dem Konto Zweiter, punktgleich mit Tabellenführer HSG TVA/ATSV Saarbrücken – doch das juckt Christoph Rehlinger wenig. „Ich glaube, das wird ein ausgeglichenes Duell mit positivem Ende für uns. Wir haben den Heimvorteil und wollen ihn nutzen“, sagt der TuS-Vorsitzende und sprüht vor Optimismus.


Sein Trainer sieht die Ausgangslage ähnlich. „Wir liegen voll im Soll, haben keinen Druck und werden frei aufspielen“, verspricht Ralf Kreibig den Fans eine Wiedergutmachung. Die jüngste Niederlage bei der HSG Nordsaar sei unnötig gewesen. Seine Mannschaft habe keine Einstellung zum Spiel gefunden. Dies werde gegen Merzig ganz sicher nicht passieren, so Kreibig. „Wir sind gegen Merzig immer hoch motiviert. Die Vorfreude auf dieses Match ist groß. Wir sind bereit.“

In der vergangenen Saison konnte Brotdorf beide Derbys für sich entscheiden. Dem doppelten Punkte-Klau in der Thielspark-Halle vor 800 Zuschauern folgte ein hart umkämpfter 28:27-Heimsieg. David Pfiffer liegen diese prestigeträchtigen Niederlagen immer noch schwer im Magen. „Wir haben noch etwas gut zu machen und sind top motiviert“, verspricht der HSV-Kapitän den einstigen Weggefährten einen heißen Tanz. Den heimstarken TuS sieht Pfiffer im Hexenkessel Seffersbachhalle favorisiert. Und sein Trainer Michael Göbel stimmt ihm zu. „Wir haben personelle Probleme und müssen über den Kampf versuchen, ins Spiel zu finden. Aber auch in der aktuellen Besetzung werden wir Brotdorf Paroli bieten können. Ich denke die Partie ist offen.“



Und hier schließt sich der Kreis, denn genau das hat eingangs Rehlinger prophezeit. Was den TuS-Boss allerdings nicht an seinem optimistischen Tipp hindert: „Wir gewinnen mit drei Toren – mein Bauchgefühl.“