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Gut gerüstet für einen harten Winter

Gut gerüstet für einen harten Winter

Der Landesbetrieb für Straßenbau sieht den kommenden Tagen entspannt entgegen: Die Minusgrade – ohne hohe Luftfeuchtigkeit – dürften für die Straßenverhältnisse unproblematischer werden als zuletzt.

Es wird kalt im Saarland. Meteorologen haben für die kommenden Nächte Temperaturen um -10 Grad Celsius prognostiziert. Doch entgegen der allgemeinen Erwartungshaltung sorgt das nicht gleich für glatte Straßen. Klaus Kosok, Pressesprecher des Landesbetriebes für Straßenbau (LfS), erklärt: "Es kommt bei Glätte nicht nur auf die Temperatur an. Wenn keine Feuchtigkeit am Boden ist, ist der Boden zwar geforen, aber glatt wird es nicht." Daher sehe er den kommenden Tagen optimistisch entgegen. "Das Saarland ist wie jedes Bundesland gut gerüstet. Bisher haben wir einen normalen Routine-Winter. Die kalten Tage dürften unproblematischer werden als zuletzt. Da haben die hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt für rutschige Fahrbahnen gesorgt", sagt Kosok

Insgesamt 41 Lkw und 40 private Firmenfahrzeuge stehen dem Land zur Verfügung, um die 2200 Kilometer Straße im Saarland auch bei Schnee, Kälte und Eis befahrbar zu machen. Die Straßen- und Autobahnmeisterei (SAM) Merzig verfügt über jeweils sechs der Fahrzeuge. Wie in den sieben anderen Meistereien gibt es einen Schichtdienst, der in Notfällen von einem Bereitschaftdienst unterstützt wird. Je nach Temperatur wird entweder eine Feuchtsalzstreuung vorgenommen oder mit einer Natriumchlorid-Sole gesprayt. Bei der ersten Variante wird 70 Prozent Streusalz mit 30 Prozent der Sole vermischt. Sie kann bei Temperaturen von bis zu -21 Grad eingesetzt werden. Das Sprayen, das seit drei Jahren praktiziert wird, ist effektiver, doch ist nur bis zu -6 Grad einsetzbar. Egal welche der beiden Herangehensweisen auch eingesetzt werden - das klassische Streuen wurde abgelöst. Es gibt weniger Wehverlust und durch das genauere Streubild wird der Streusalzverbrauch zusätzlich deutlich verringert.

Im vergangenen Winter wurden 13 600 Tonnen Salz und 5400 Tonnen Sole verwendet. Für den laufenden Winter hatte der LfS 21 000 Tonnen Streusalz in 23 Streumittelstützpunkten gelagert und ist somit auch für einen überdurchschnittlich harten Winter gerüstet. "Bei uns ist es momentan noch entspannt. Gäbe es einen Schneefall wie beispielsweise im Thüringer Wald, dann wäre das was anderes", erklärt Kosok.

saarland.de/

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Hintergrund Die saarländische Polizei schreibt auf ihrer Website, dass bereits ab drei Grad Celius Glatteisgefahr bestehe. Neben ordentlicher Winterbereifung müsse auch die Fahrweise angepasst werden. Die Polizei weiter: "Vor Überschätzungen der eigenen Fahrfähigkeiten wird gewarnt. Auch vermeintlich gute Fahrer kommen manchmal ins Rutschen - und: sie sind nicht alleine auf der Straße." Außerdem sollte bei Glätte jede Fahrt vor Antritt genau hinterfragt werden. Zudem rät die Polizei , zugefrorene Scheiben und Außenspiegel immer zu enteisen. Tut man das nicht, riskiert man empfindliche Strafen sowie im Falle eines Unfalles Regressforderungen der Versicherung. dko