| 19:12 Uhr

Gut Ding will Weiler haben

Kein Durchkommen: Überherrns Yannic Homberg wird hier von den Noswendelern Marcel Lorig (vorne) und Michael Weiler gestoppt. Kapitän Weiler war mit drei Treffern der Mann des Tages. Foto: Barth
Kein Durchkommen: Überherrns Yannic Homberg wird hier von den Noswendelern Marcel Lorig (vorne) und Michael Weiler gestoppt. Kapitän Weiler war mit drei Treffern der Mann des Tages. Foto: Barth FOTO: Barth
Merzig-Wadern. In der Fußball-Landesliga hat es einen Wechsel auf dem Platz an der Sonne gegeben. Der FC Noswendel Wadern stürzte mit einem 4:2-Sieg den bisherigen ´Tabellenführer SSV Überherrn und setzte sich selbst an die Spitze. Erich Brücker

Michael Weiler strahlte nach dem Schlusspfiff mit der Sonne um die Wette. Mit einem Dreierpack schoss der Kapitän des FC Noswendel Wadern sein Team im Spitzenspiel der Fußball-Landesliga gegen den bisherigen Tabellenführer SSV Überherrn fast im Alleingang zum 4:2-Sieg. Und damit auf Tabellenplatz eins.



Vor der Partie lagen beide Mannschaften punktemäßig gleichauf - und entsprechend spannend gestaltete sich auch das Gipfeltreffen. Zunächst bestimmte der Gast vor 300 Zuschauern das Spielgeschehen, ohne sich jedoch echte Chancen zu erarbeiten. Diese hatten dann die Hochwälder durch Marcel Lorig und Jan Philipp Grünewald, doch Überherrns Kapitän Michael Höfer und Durak Inci konnten jeweils auf der Linie klären (9. und 17. Minute). Im dritten Anlauf schafften die Gastgeber dann aber die Führung: Michael Weiler traf in der 22. Minute zum 1:0.

Noswendel Wadern hatte die Partie nun im Griff, doch völlig überraschend erzielte Sven Strokosch mit einem 18-Meter-Schuss unmittelbar vor dem Seitenwechsel den 1:1-Ausgleich für die Gäste. Nach dem Wiederanpfiff dauerte es gerade einmal sechs Minuten, bis die nächsten Tore fielen; Erneut traf Weiler für Noswendel Wadern, doch im Gegenzug gelang Thorsten Heinrich wiederum der Ausgleich.

Mit zunehmender Spielzeit bestimmten die Hochwälder aber immer mehr die Partie, und Weiler brachte seine Elf mit seinem dritten Treffer (75.) endgültig auf die Siegerstraße. Lorig erhöhte in der Nachspielzeit noch auf 4:2. "Aufgrund der dominanteren Spielanlage im Endspurt haben wir verdient gewonnen", lautete das Fazit von Trainer Patrick Paulus.

Der SV Losheim hat derweil eine Überraschung knapp verpasst. Beim Tabellendritten SF Hüttersdorf musste die Elf von Spielertrainer Claudio Meli eine 2:3-Niederlage hinnehmen. Philip Müller hatte die Gastgeber nach 25 Minuten in Führung gebracht, nach einer Tätlichkeit flog er aber vier Minuten vor der Pause vom Platz, sodass Hüttersdorf fast 50 Minuten in Unterzahl spielte.

Hüttersdorfs Spielertrainer Kevin Robert erhöhte kurz nach seiner Einwechslung zwar noch auf 2:0 (68. Minute), dann aber leitete Losheims Nicolas Stoffels in der 85. Minute mit seinem Anschlusstreffer zum 1:2 eine turbulente Schlussphase ein. Nur 180 Sekunden später konnte der eingewechselte Marcel Hammes sogar den Ausgleich für Losheim erzielen. "Diesen einen Punkt hätten wir uns auch redlich verdient gehabt", fand Spielertrainer Claudio Meli. Doch dann folgte die Nachspielzeit - und die herbe Enttäuschung. Hüttersdorfs Philipp Ochs setzte einen 25-Meter-Schuss an die Unterkante der Latte, den Abpraller drückte Sebastian Philippi zum Siegtor über die Linie (93.).

Zeit zum Lamentieren bleibt Losheim nicht. Bereits heute um 19 Uhr muss der SVL im Pokal beim SV Gersweiler (Landesliga Süd) antreten. Allerdings wissen Meli und seine Mitspieler nicht, ob sie gegen die erste oder zweite Mannschaft des Gegners spielen. Nach der Entlassung des Trainerduos Lars und Marc Silbersack war die erste Mannschaft am Sonntag dem Meisterschaftsspiel beim SV Ritterstraße geschlossen fern geblieben.