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Gruselfamilie sagt dem Brimborium Adieu

Die Addams-Family bei der Premiere 2014 im Merziger Zeltpalast
Die Addams-Family bei der Premiere 2014 im Merziger Zeltpalast FOTO: rup
Merzig. Quer durch Deutschland sind Morticia und Gomez mit ihrer Sippe getourt. Die Liebesgeschichte von Wednesday, jener selbst ernannten „Prinzessin der Finsternis“, zu Lucas Beineke, der aus einer höchst normalen Familie stammt, hat auch Zuschauer in Zürich und Wien in die Theater gebracht.

Stets in ihrem Schlepptau: drei Trucks, beladen mit Kostümen, Requisiten und Co. Doch damit soll nun Schluss sein, wie Joachim Arnold ankündigt. In der großen Besetzung soll die „Addams-Family“ nur noch vier Mal auf der Bühne stehen. „Danach werden wir das Ensemble und die Band verkleinern. Auch die Ausstattung soll so reduziert werden, dass sie in einen Truck passt“, sagt Joachim Arnold. Dieser geringere Aufwand ermögliche, auch mal eine Ein-Tages-Tournee zu starten. „Bislang war dies zu viel Aufwand, um einen Kurz-Trip zu machen. Mit so viel Gepäck lohnte sich nur ein längeres Gastspiel.“


Über 120 Vorstellungen hat es nach seinen Worten gegeben – mit weit über 100 000 Zuschauern. „Dass wir mit unserem saarländischen Kultur- Export einen solchen Erfolg gelandet haben, ist kaum zu glauben“, sagt er über die Inszenierung, für die sich im August 2014 erstmals der Vorhang hob und auf Anhieb den Nerv der Zuschauer traf.

Für den Start ihrer letzten Auftritts-Serie in großer Runde haben sich die Schauspieler etwas Besonderes einfallen lassen, sagt Arnold: „Am Tag der Premiere wird der Erlös der CD, die die Produktion herausgebracht hat, an die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke übergeben. Das Geld wird die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann in Empfang nehmen.“