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Goldenes Priesterjubiläum von Josef Schwarz

Goldenes Priesterjubiläum von Josef Schwarz

Es war ein ebenso seltener wie feierlicher Anlass für das Dankamt in der Pfarrkirche St. Petrus in Ketten: Pastor Josef Schwarz steht seit 50 Jahren im Dienste Gottes. Seine Mitbrüder lobten und feierten den Jubilar.

Ein besonderes Ereignis feierte die Pfarreiengemeinschaft Merzig-Hilbringen am Sonntagnachmittag: das Goldene Priesterjubiläum des Kooperators, Pastor Josef Schwarz. Der Jubilar, der vor 50 Jahren im Dom zu Trier zum Priester geweiht worden war, zelebrierte aus diesem Anlass mit den Mitbrüdern Dechant Bernhard Schneider, den Pastoren Peter Frey , Wolfgang Göbel, Professor Albert Dahm, Erwin Rech, Jakob Spaniol, Hans Eugen Witzel sowie den Diakonen Udo Selzer und Michael Betzold in der Pfarrkirche St. Petrus in Ketten ein feierliches Dankamt. Der Kirchenchor Hilbringen unter Leitung von Ulrich Kreitel gestaltete die feierliche Messe.

Mit einer überaus großen Messdienerschar hielten die Geistlichen Einzug. Jubilar Schwarz blickte in der Predigt auf sein priesterliches Leben zurück. "Mit einem Herzen voller Dankbarkeit und Freude stehe ich heute vor ihnen, denn seit 50 Jahren darf ich als Priester die für mich schönste und großartigste Botschaft verkünden, die je aus dem Munde eines Menschen erklungen ist, die zugleich aber auch Wort des lebendigen Gottes ist, die Botschaft Jesu Christi und insbesondere die Zusage "Wie mich der Vater geliebt hat, so habe ich auch euch geliebt."

Drei Monate vor der Priesterweihe war im Dezember 1965 das Zweite Vatikanische Konzil zu Ende gegangen, von dem die Neupriester voll und ganz erfasst worden seien und daher mit viel Optimismus und Begeisterung zu den Menschen in den zugeteilten Pfarreien gingen.

Erste Station für Schwarz war St. Peter in Bitburg. Hier sammelte er Erfahrungen im Umgang mit Brautleuten, Täuflingen, Kindern und Jugendlichen als Messdiener und Schüler, Leid und Schmerz von Kranken, die Sorgen Notleidender und Trauer der Angehörigen bei Sterbefällen, aber auch die Krankensalbung und vorhergehende Beichte.

Wie er dies trotz anfänglicher Ablehnung in einem Fall doch noch erreichte, schilderte er freudig. "An den meisten Samstagen, insbesondere vor Allerheiligen und Ostern, saßen wir Priester damals stundenlang im Beichtstuhl", erinnerte der Jubilar. Als schönste und wichtigste Aufgabe eines Priesters bezeichnete er die Feier der Eucharistie.

"Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich hier in der Pfarreiengemeinschaft mit Ihnen regelmäßig die Messe feiern kann", betonte er. Dechant Schneider verlas und überreichte das Glückwunschschreiben von Bischof Stefan Ackermann. Dessen Wunsch, dass der Herr dem Jubilar seinen Segen schenke, schloss er sich namens des Dekanates an und meinte: "Es ist selten, dass ein Priester sein 50-jähriges Jubiläum noch im Dienst feiert. Du bist eine große Hilfe für unser Dekanat. Wir schätzen diese. Herzlichen Dank dafür."

Die Messdiener blickten auf einige im Weihejahr 1966 die Medien beherrschenden Schlagzeilen zurück. "Sie entschieden sich aber, den Weg des Priesters zu gehen. Wir freuen uns mit Ihnen, das Jubiläum zu feiern und sagen Dank für die guten Worte, die Sie für uns haben", erklärten sie.

Zu den weiteren Gratulanten gehörten unter anderem der ehrenamtliche Beigeordnete der Stadt Merzig, Dr. Manfred Kost, Pfarrer Klaus Kühnhaupt von der Evangelischen Kirchengemeinde und Pensionärskollege, Pastor i .R. Hans Eugen Witzel aus Orscholz. Jubilar Schwarz sagte dann zum Schluss des Gottesdienstes: "Nochmals herzlichen Dank an alle. Ich bin überrascht, dass so viele gekommen sind" und lud zu einem persönlichen Empfang in das Pfarrzentrum ein.