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Geschäfte in Merzig könnten Künstlern Raum zur Ausstellung bieten

Vorschlag der Linksfraktion : Merziger Fußgängerzone könnte Ort für Ausstellungen werden

Um aus der Not eine Tugend zu machen, sollen Kulturschaffende nach Plänen der Linksfraktion im Merziger Stadrat Gelegenheit bekommen, ihre Exponate auszustellen.

Für die Dauer des Lockdowns könnten die Geschäfte in Merzig ihre Schaufenster als Ausstellungsfläche zur Verfügung stellen. So lautet ein Vorschlag der Linksfraktion im Merziger Stadtrat. Durch die Corona-Pandemie könnten Veranstaltungen, Konzerte und Ausstellungen derzeit nicht wie gewohnt stattfinden – worunter sowohl Kulturinteressierte als auch die Künstler leiden, wie es in einer Mitteilung heißt. Gleichzeitig seien die Innenstädte leer wie nie.

„Wir können versuchen, aus der Not eine Tugend zu machen“, findet Hannah Spanier, parteiloses Mitglied der Linksfraktion im Stadtrat. Eine solche Ausstellung an der frischen Luft sei ohne Probleme mit den geltenden Hygieneregeln vereinbar, denn dort verflüchtigten sich Viren viel schneller als in geschlossenen Räumen. Zum anderen können sich die Besucher nach Ansicht Spaniers über die ganze Länge der Fußgängerzone sehr gut verteilen und einen ausreichenden Abstand zueinander einhalten. Außerdem könnte jeder die Ausstellung rund um die Uhr besuchen, sodass Stoßzeiten vermieden werden.

„Ein solches Projekt bietet Vorteile für alle Beteiligten“, betont Spanier. „Künstlern würde eine Möglichkeit geboten, ihre Werke zu präsentieren. Besucher könnten die Kunstwerke trotz Lockdown genießen. Die Geschäftsinhaber bekämen die Möglichkeit, Aufmerksamkeit für sich und ihre Online-Angebote zu gewinnen. Und die Stadt Merzig könnte auch überregional für dieses Projekt werben und so beispielhaft zeigen, dass auch aus schwierigen Situationen etwas Neues entstehen kann.“

Ausstellungsstücke könnten von regionalen Künstlern beigesteuert werden, aber auch von Studenten der Kunsthochschule, die auf ihre große Jahresausstellung im Februar verzichten müssen. Spanier betont abschließend: „Ich bin davon überzeugt, dass auch aus den aktuellen Umständen etwas Gutes entstehen kann, wenn wir neue kreative Wege einschlagen.“