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Gelungene Premiere für Bausalon

Merzig. 52 Aussteller aus der Region und darüber hinaus stellten zwei Tage lang in der Merziger Stadthalle ihre Dienstleistungen und Produkte vor, darunter auch interessante Innovationen. Besucher erhielten nützliche Infos. Michael Rauch

"Ich habe den Eindruck, dass in Merzig das Leben pulsiert." Mit diesen Worten lieferte Michael Frits die Begründung für einen Messestandort Merzig . Der Pfälzer ist Geschäftführer der Pirmasenser Firma Frits-Messen. Zum ersten Mal haben er und sein Team am Wochenende den Merziger Bausalon ausgerichtet, eine Messe für Bauen, Wohnen und Energie. Merzigs Bürgermeister Marcus Hoffeld zeigte sich bei der Eröffnung optimistisch: "Ich bin überrascht, wie viele Besucher schon früh am Morgen da sind." Es beweise wohl, dass es für die ausgestellten Produkte einen Bedarf gebe. Nicht nur Bauwillige, sondern auch diejenigen, die ein älteres Haus renovieren möchten, bekämen beim ersten Bausalon nützliche Infos. Ob Hausbau, Energieeinsparung oder Schimmelbeseitigung, es wurden entsprechende Produkte angeboten. Nach Auffassung von Hoffeld ließ das breit gefächerte Angebot der Messe kaum Wünsche offen.

Dass es die Angebotsvielfalt schon beim ersten Bausalon gab, ist nicht zuletzt ein Verdienst von Michael Frits. Dessen Firma hat frühzeitig mit der Akquise der Aussteller begonnen. "Die Aussteller zu überzeugen mitzumachen, war nicht ganz einfach", blickte Frits zurück. Vor allem die einheimischen Betriebe seien sehr zurückhaltend gewesen. Das hätte nach Auffassung des Messechefs besser sein können. Doch meistens schauten die sich erst an, wie die Messe angenommen werde. Wenn es gut laufe, seien sie beim nächsten Mal vielleicht mit dabei.

Mit der Region verbunden




Die Firma Laux aus Hausbach machte sofort mit. "Wir sind ein traditionelles Unternehmen, das in diesem Jahr 40-Jähriges feiert", drückte Uwe Guillaume die Verbundenheit zur Region aus. Die Fertigbau-Firma ist ein klassischer Selfmade-Betrieb. Gestartet als Ein-Mann-Betrieb, sind heute dort 100 Menschen beschäftigt. "Unsere Stärke liegt vor allem darin, dass kaum Gewerke vergeben werden. Der Bauherr erhält bei uns zu 95 Prozent alles aus einer Hand", beschreibt Guillaume die Firmenphilosophie. Auf die Messe seien sie gekommen, weil sie zu dieser Region gehörten. Gerade in Merzig hätten sie in der Vergangenheit viel bewegt.

Ebenfalls mit einem Stand vertreten war die Firma SE-Systems. Sie besteht seit 1988 und hat ihren Firmensitz in Schwemlingen. Dort entwickeln sie thermische Solaranlagen für Warmwasser und Heizung. Sie liefern fast ausschließlich heizungsunterstützende Anlagen, mit denen die Heizkosten erheblich reduziert werden können. "Wir haben es mit unserer Speichertechnik geschafft, dass vier Tage lang Wasser erhitzt werden kann, auch wenn die Sonne nicht scheint", schilderte Seniorchef Gisbert Kunze die Vorzüge der Technik. Der Brennkessel werde somit fast nicht mehr gebraucht und könne von März bis November faktisch ausgeschaltet bleiben. Kunze verwies auf die Infoveranstaltungen, die regelmäßig in seiner Firma durchgeführt würden. Dort habe jeder die Möglichkeit, sich über die spezielle Solartechnik zu informieren.

Der Merziger Bausalon, da waren sich alle Beteiligten einig, war ein gelungener Versuch, den Wirtschaftsstandort Merzig zu präsentieren. Deshalb dürfte es klar sein, dass es ein Neuauflage gibt.