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Hallenfußball
Gelingt Brotdorf der Heimsieg-Hattrick?

Ahmed Ayoub lässt sich nach seinem Tor von den Fans feiern. Der FC Brotdorf hat sein eigenes Turnier in den vergangenen beiden Jahren gewonnen, 2016 sogar trotz eines 1:3-Rückstandes im Finale gegen den SV Losheim.
Ahmed Ayoub lässt sich nach seinem Tor von den Fans feiern. Der FC Brotdorf hat sein eigenes Turnier in den vergangenen beiden Jahren gewonnen, 2016 sogar trotz eines 1:3-Rückstandes im Finale gegen den SV Losheim. FOTO: rup
Brotdorf. In der Seffersbachhalle beginnt heute das Hallenfußballturnier des FC Brotdorf. Es ist das erste Mastersturnier der Saison im Kreis. Die Gastgeber, aber auch Losheim haben viel vor. Von David Benedyczuk

Die Konkurrenz ist stärker als in den Vorjahren. Das macht es für die Verbandsliga-Fußballer des FC Brotdorf nicht leichter, den möglichen Titel-Hattrick beim eigenen Hallenturnier um den Karlsberg-Seffersbach-Cup zu schaffen. Denn neben Stammgast SV Mettlach mischen beim Budenzauber in der Seffersbachhalle (heute ab 18.30 Uhr) zwei weitere Saarlandligisten mit: Aufsteiger FV Schwalbach sowie der amtierende Masters-Dritte VfB Dillingen. Der war im Februar bei seiner zweiten Teilnahme am Endturnier der acht besten Hallenteams erst im Halbfinale am späteren Sieger Hertha Wiesbach gescheitert. Beim ersten Auftritt in der laufenden Hallenrunde ging der VfB jedoch leer aus: In Saarlouis scheiterte Dillingen bereits im Viertelfinale mit 5:6 nach Siebenmetern an Bezirksliga-Spitzenreiter SV Fraulautern – wirkt der Trubel um die Rücktrittswelle im Dillinger Trainerteam (wir berichteten) da doch etwas nach?


Der SV Losheim erwischte dagegen einen Traumstart in die Qualifikation zum Masters am 28. Januar in der Saarbrücker Saarlandhalle: Der Landesliga-Primus siegte beim Turnier des SV Landsweiler/Lebach und reiht sich mit 26 Zählern vorerst auf Rang zwei der Wertungstabelle ein. Weitere 25 Zähler winken bei einem Erfolg in der Seffersbachhalle, wo mit 50 Wertungspunkten immerhin sechs mehr als im Vorjahr verteilt werden.

Losheims Spielertrainer Nico Lalla gibt sich mit dem Turniersieg im Rücken einerseits selbstbewusst, mit einer möglichen Masters-Teilnahme des SVL – es wäre die erste seit 2011 – beschäftigt er sich jedoch nicht: „Wir gehen in jedes Turnier mit dem Ziel, zumindest das Halbfinale zu erreichen. Punkte nehmen wir gerne mit, das Masters ist aber nicht unsere Ambition“, sagt der 40-Jährige.



Wobei der Auftakt darauf hindeutet, dass die Losheimer scheinbar richtig Bock auf Budenzauber haben. Der ehemalige Stammgast zählt mit bislang acht Teilnahmen auch weiter zu den Top 10 derjenigen Teams mit den meisten Masters-Starts. Die Leichtigkeit des ersten Auftritts müsse sich seine Mannschaft bewahren, sagt Lalla: „Wir haben als Landesligist keinen Druck und wollen bei den Turnieren befreit aufspielen. Dann sehen wir, was Ende Januar dabei rumkommt.“ Brotdorf war für den SVL oft ein gutes Pflaster: 2014 gewann Losheim das Turnier, im Vorjahr reichte es zu Platz zwei, nachdem die Mannschaft im Finale gegen die Gastgeber eine 3:1-Führung verspielt und noch 3:5 verloren hatte.

Ein Jahr zuvor triumphierte Brotdorf durch ein 2:0 im Endspiel über den SV Wahlen-Niederlosheim. Angesichts der diesmal stärkeren Konkurrenz weiß Thorsten Sünnen vor seinem ersten Heimturnier als FCB-Trainer: „Es wird für uns schwer, den Titel zu verteidigen. Das Turnier ist in diesem Jahr wirklich sehr gut besetzt.“ Die Gastgeber spielen in der einzigen Vorrundengruppe mit fünf Teams, aus der die ersten drei in die Zwischenrunde einziehen. In den vier Viererstaffeln kommen die zwei Gruppen­ersten und der beste Dritte weiter. Zumindest war das so geplant.

Unmut hat sich beim FC Brotdorf wegen der überraschenden Absage des FSV Hilbringen breitgemacht: „So kurzfristig wird es schwierig, noch Ersatz zu finden. Zur Not müssen wir diese Gruppe eben bei nur drei Teams belassen. Die Begründung, sie hätten Probleme mit Verletzten und kranken Spielern, kam für mich etwas lapidar daher“, ärgert sich Brotdorfs sportlicher Leiter Stefan Kolz.