Geldsegen für krebskranke und benachteiligte Kinder

Merzig · Beim traditionellen Saarwiesenlauf, den die Sparkasse Merzig-Wadern, die Christliche Erwachsenenbildung (CEB) und der Leichtathletik-Verein (LV) Merzig bereits zum 13. Mal veranstaltet haben, sind über 30 000 Euro an Spenden zusammengekommen. Jetzt wurden wieder Gelder verteilt.

 Elke Herrmann (von links), Norbert Schmitt, Gerd Barbian, Ralf Holbach, Rabea Lang, Gisbert Eisenbarth, Uli Kautenburger, Theo Dubois, Frank Jakobs, Andreas Heinrich, Wolfgang Fritz und Peter Adam bei der symbolischen Scheckübergabe. FOTO: SPARKASSE/MANFRED MÜLLER

Elke Herrmann (von links), Norbert Schmitt, Gerd Barbian, Ralf Holbach, Rabea Lang, Gisbert Eisenbarth, Uli Kautenburger, Theo Dubois, Frank Jakobs, Andreas Heinrich, Wolfgang Fritz und Peter Adam bei der symbolischen Scheckübergabe. FOTO: SPARKASSE/MANFRED MÜLLER

Den Erlös, den die 685 Teilnehmer der 13. Auflage des Saarwiesenlaufes mit ihrer Startgebühr erbracht hatten, stockte die Sparkasse Merzig-Wadern auf 2750 Euro auf und spendete den Betrag je zur Hälfte den gemeinnützigen Vereinen Bildung für Bolivien und Elterninitiative krebskranker Kinder im Saarland.

Jetzt überreichte Frank Jakobs, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, mit seinem Vorstandskollegen Wolfgang Fritz die symbolischen Spendenschecks an Rabea Lang und Uli Kautenburger.

Betriebssportler leisteten Beitrag

Jakobs war zufrieden, dass die Teilnehmerzahl beim Saarwiesenlauf annähernd auf dem Niveau der Vorjahre gehalten werden konnte. Dazu habe auch die Betriebssportgemeinschaft seiner Bank ihren Beitrag geleistet. "Seit 2002 sind wir jetzt ununterbrochen mit dabei, und in dieser Zeit haben wir die bemerkenswerte Summe von insgesamt 30 500 Euro an Spendengeldern zusammen bekommen", freute sich Jakobs. An der Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit ließ er keinen Zweifel: "Ich sage zu, dass wir auch in den nächsten Jahren mit ganzem Herzen dabei bleiben wollen, um diese tollen Projekte weiterhin zu unterstützen".

CEB-Vorsitzender Gisbert Eisenbarth verwies nicht nur auf die Kontinuität bei den Spendenempfängern, sondern auch bei den ausrichtenden Partnern. Theo Dubois, Elke Herrmann und Ralf Holbach hätten die Hauptlast bei der Organisation und der Durchführung der Benefizveranstaltung zu tragen und wären jetzt schon über Jahre ein eingespieltes Team. "Dafür", lobte Eisenbarth, "gebührt ihnen ein besonderes Dankeschön".

Erste private Schule in Bolivien

Spendenbeauftragter Uli Kautenburger von der Elterninitiative berichtete über die Arbeit des Verein. Neben bewährten Aktionen, wie beispielsweise "Freude schenken", verfolge der Verein schon über Jahre das neue Projekt "Haus des Kindes". Damit wolle man den erkrankten Kindern und ihren Eltern Räume außerhalb der Klinik schaffen, damit sie dort beispielsweise Kreativangebote nutzen oder einfach nur mal dem Klinikalltag entfliehen könnten.

"Viele Kinder sind oft ein, zwei Jahre oder sogar noch viel, viel länger in permanente Krankenhausprozesse eingebunden und verlieren dadurch zunehmend soziale Bindungen", erklärte er. Da die Zahl krebskranker Kinder weiter steige, hätten die Aufgaben der Elterninitiative auch weiterhin Bestand. "Es ist leider so, dass man nicht sagen kann, unsere Arbeit wird mal zu Ende sein", warb der Ehrenamtler aus Bachem für weitere Spenden.

Ebenso wie Kautenburger bedankte sich auch Rabea Lang für die finanzielle Unterstützung. Die Diplom-Theologin arbeitet als Schulleiterin in Sucre, der Hauptstadt Boliviens. Die von ihr 2008 gegründete "Unidad Educativa Monte Christo" ist die erste nichtstaatliche Schule in dem südamerikanischen Land, die auch sozial benachteiligte Kinder aufnimmt. Seit sieben Jahren engagiert sich die aus Büschfeld stammende junge Frau dort mit ihrem Projekt "Rabeas Traum" für eine gerechte Schulbildung. Im nächsten Jahr, berichtete Rabea Lang stolz, würden erstmals an der Schule 23 Jugendliche das Abitur machen.

"Ich bin immer noch froh, glücklich und motiviert und liebe das Land und seine Menschen", versicherte sie und freute sich über die nach wie vor "große Unterstützung" aus der Heimat.

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