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Gastronomen machen mit Aktion in Merzig auf ihre Situation aufmerksam

Kostenpflichtiger Inhalt: Aktion der Gastronomen in Merzig : Leere Stühle machen auf schwere Lage aufmerksam

Seit Wochen können Restaurants, Bars und Co. wegen der Corona-Krise nicht wie gewohnt öffnen. Mit einer kreativen Aktion haben Merziger Gastronomen auf ihre Lage aufmerksam gemacht.

Leere Stühle, keine Gäste – mit der Aktion „die gedeckte Tafel“ mitten in der Altstadt haben die Merziger Gastronomen und der Altstadtförderverein auf die prekäre wirtschaftliche Lage der heimischen Gastronomie infolge der Corona-Krise aufmerksam gemacht. „Seit mehr als vier Wochen haben wir nun bereits geschlossen, und die meisten von uns verbuchen so gut wie keine Einnahmen“, betont Hanspeter Blasius, der in Anlehnung an eine Initiative des Dresdener Leaders Clubs diese außergewöhnliche Demonstration am Freitagmittag zusammen mit dem Altstadtförderverein organisiert hatte. „Die Kosten laufen jedoch weiter“, ergänzt Nina Behr vom Altstadtförderverein. Und das Außer-Haus-Geschäft per Abhol-Service einiger Restaurants ist nach ihren Worten bei weitem nicht kostendeckend.

„Das Ganze hat existenzbedrohende Dimensionen angenommen“, erklärten Hanspeter Blasius und Nina Behr unisono. Hanspeter Blasius wies zudem darauf hin, dass viele Gastronomen, aber auch ihre Zulieferer auf ihren Waren in den Kellern, Lagern und Kühlhäuser sitzen blieben und das Verfallsdatum dieser Produkte immer näher rücke. Das wissen auch Bürgermeister Marcus Hoffeld und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger, die sich durch ihre Anwesenheit mit dem Merziger Gastronomen solidarisch erklärten, aber zugleich auf die problematische Gesundheitslage hinwiesen. Beide wollten jedoch mit ihrer Präsenz zeigen, dass auch die Gastronomiebetriebe nicht vergessen sind. An der Demonstration in der Merziger Altstadt nahmen neben dem Bürgermeister und der Wirtschaftsministerin nur die meisten der heimischen Gastronomen teil, Publikum war nicht zugegen.