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Fünf neue Vereine in der Fußball-Landesliga West

Merzig-Wadern. In der Fußball-Landesliga erwarten die Zuschauer in dieser Saison eine Menge Derbys im Kreis Merzig. Dabei haben die Losheimer und auch der FC Noswendel Wadern durchaus Chancen, am Ende der Runde ganz oben zu stehen. Erich Brücker

Frischer Wind weht durch die Fußball-Landesliga West. Die dritthöchste Liga hat im neuen Spieljahr mit den Verbandsliga-Absteigern SV Losheim und FSG Schmelz/Limbach und den Meister-Aufsteigern FC Wadrill (Bezirksliga Merzig-Wadern ) und SV Wallerfangen (BL Saarlouis) sowie dem SV Düren-Bedersdorf als Sieger der Relegation gleich fünf neue Vereine zu bieten. Während man den Hochwäldern und den Gau-Kickern zutraut, sich in der Klasse zu etablieren, gilt der dritte Weggefährte aus Wallerfangen sogar zu den Geheimfavoriten.


Ohne Wenn und Aber haben die Trainer der Liga aber den Vorjahresdritten SSV Überherrn als Top-Kandidaten auf den Favoritenschild gehoben. Daneben werden den Absteigern Losheim und Schmelz/Limbach sowie dem FC Noswendel Wadern ebenfalls noch Titelchancen eingeräumt. "Wir freuen uns auf viele heiße Lokalduelle", gewinnt SVL-Geschäftsführer Reinhold Andres dem Abstieg seiner Elf noch etwas Positives ab. Neben Losheim schickt die Stadt Wadern mit der eigenen Elf, den Wadriller Rot-Weißen und dem SV Bardenbach gleich drei Mannschaften ins Meisterschaftsrennen. In unmittelbarer Nachbarschaft freuen sich der SV Weiskirchen und die SSV Oppen sowie die SG Honzrath/Haustadt auf die brisanten Kräftemessen.

Diese sind für die Sportfreunde Hüttersdorf und Schmelz/Limbach aus dem angrenzenden Kreis Saarlouis auch nicht zu verachten. Die achte Mannschaft aus dem Grünen Landkreis stellt die SpVgg Merzig. Die Kreisstädter unter Trainer-Haudegen Otmar Hein, der Dominik Jobst (FV Siersburg) beerbt hat, gehen mit großem Aderlass arg gebeutelt in die Saison und hoffen, so Hein, "nicht jeden Sonntag abgeschlachtet zu werden".

Gleich 26 Spieler des letztjährigen Landesliga-Kaders haben die SpVgg verlassen. Teure Neuverpflichtungen konnte sich der Verein nicht leisten. Das neue Team besteht nur aus A-Jugendlichen und Spielern der eigenen Reserve. Mit Motivation und Kameradschaft sollen die Spieler bei Laune gehalten werden. "Die Saison durchspielen, was ohnehin ein heißer Ritt wird", nennt Hein sein Ziel. Aber dann werde man gestärkt wieder aufstehen. Oppen, Wadrill und Honzrath/Haustadt bauen bei der Verstärkung ihrer Kader vermehrt auf eigene Nachwuchsspieler, Losheim auf Heimkehrer Nicolas Stoffels (vom FV Lebach gekommen), der für mehr Torgefahr sorgen soll. Die SF Hostenbach, die SG Körprich/Bilsdorf und der SV Hülzweiler komplettieren die Liga.