Freude in Bietzen über den Gewinn des Nachbarschaftspreises

Kostenpflichtiger Inhalt: Sieg für Bietzen : Bietzerberg zieht ins Bundesfinale ein

Die erste Entscheidung beim Deutschen Nachbarschaftspreis ist gefallen. Sieger im Saarland ist das Mehrgenerationdorf.

Der Verein „Bietzerberg-miteinander-füreinander“ ist Landessieger des Deutschen Nachbarschaftspreises. Er hatte sich gegen drei andere Projekte aus dem Saarland durchgesetzt und zählt damit zu den 16 besten Projekten des bundesweiten Wettbewerbs. Jetzt hoffen Vereinsvorsitzender Manfred Klein und seine Mitstreiter, dass die Idee, dass eine Dorfgemeinschaft die Großfamilie ersetzt, auch die Juroren auf Bundesebene überzeugt. Die Entscheidung wird am Donnerstag, 24. Oktober, in Berlin bekannt gegeben.

Seit Jahren wirken in dem rein ehrenamtlich sanierten Pfarrhaus Nachbarn Alterseinsamkeit entgegen. Sie entlasten bei der Pflege von Angehörigen und greifen da unter die Arme, wo familiäre Strukturen nicht mehr ausreichen.

„Das Projekt Mehrgenerationendorf Bietzerberg gibt eine überzeugende und mutmachende Antwort auf die Herausforderung des demografischen Wandels und ist somit beispielhaft für aktive Nachbarschaftshilfe“, kommentierte Christian Düppre von der IHK Saarland, Mitglied der Landesjury Saarland, die Arbeit der Helfer aus dem Merziger Stadtteil. „Das verstetigte Engagement über die Jahre hinweg zeigt den Erfolg der langen Arbeit. Das Projekt regt zum Nachahmen an und ist in vollem Umfang vorbildlich. Dadurch wird die Dorfgemeinschaft gestärkt und gefördert”, sagte Düppre weiter. Als Landessieger erhält der Verein für sein Engagement ein Preisgeld von 2000 Euro.

Die Bundesjury wird nun beraten, welche drei Projekte als Bundessieger ausgezeichnet werden. Bei der Preisverleihung am 24. Oktober werden die Landes- und Bundessieger sowie der Publikumspreisträger ihre Preise entgegennehmen.

„Ich finde es super, dass wir diese Anerkennung bekommen haben und unser aller Engagement so gewürdigt wird“, schrieb die stellvertretende Vereinsvorsitzende Michi Schenk unmittelbar nach Bekanntgabe der Juryentscheidung in die Whatsapp-Gruppe. „Weitermachen Mädels und Jungs“, forderte sie auf. Das Preisgeld ist nach Angaben des Vorsitzenden Manfred Klein noch nicht fest verplant. „In dem seit der Gründung im Jahre 2008 stetig wachsenden Projekt wird sich sicherlich eine sinnvolle Verwendung finden lassen, beispielsweise für das im Aufbau befindliche Projekt ,Ehrenamtliche Paten mit Herz’ und das Hauswirtschaftsprojekt“, sagte er. Auf die Frage, ob er und seine Leute auf den Bundessieg hoffen, antwortete er: „Wer auf den Platz geht, will gewinnen!“ Er hält es mit Immanuel Kant „Ich kann, weil ich will, was ich muss.“

Für den Bundessieger gibt es ein Preisgeld von 10 000 Euro, für den Zweitplatzierten 7000 Euro und für den Drittplatzierten 5000 Euro. Der Preis ist insgesamt mit über 50 000 Euro dotiert.

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