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Freiwilliges Engagement ist TrumpfPionierarbeit geleistet

Freiwilliges Engagement ist TrumpfPionierarbeit geleistet

Besseringen. Der Fremdenverkehrs- und Gewerbeförderverein Besseringen konnte am vergangenen Wochenende auf gleich drei Jubiläen zurückblicken: zehn Jahre staatlich anerkannter Erholungsort Besseringen, 20 Jahre hessische Freundschaftseiche und 15 Jahre ehrenamtlich geleitetes Tourist-Informationsbüro Besseringen

Besseringen. Der Fremdenverkehrs- und Gewerbeförderverein Besseringen konnte am vergangenen Wochenende auf gleich drei Jubiläen zurückblicken: zehn Jahre staatlich anerkannter Erholungsort Besseringen, 20 Jahre hessische Freundschaftseiche und 15 Jahre ehrenamtlich geleitetes Tourist-Informationsbüro Besseringen.Seit Februar 1997 führt Besseringen die Bezeichnung staatlich anerkannter Erholungsort, wie Berthold Leistenschneider, Vorsitzender des Fremdenverkehrsvereins, in seiner Rückschau ausführte. Bereits ab 1991 fanden in Besseringen erste Messungen statt, 1996 musste der Ort jedoch zunächst eine Niederlage einstecken, die Anerkennung als Luftkurort wurde ihm versagt. Ein erneuter Anlauf unter dem Titel Erholungsort hatte hingegen Erfolg, die endgültige Genehmigung erfolgte am 20. Februar 1997. Stolz kann der Fremdenverkehrsverein auch auf die ehrenamtlichen Helfer sein, die im Tourist-Informationsbüro seit Jahren ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen. Für ihren Einsatz ehrte Leistenschneider, der selbst ab 1993 im Büro arbeitet, am Wochenende Birgit Duperron, Heidi Kettenhofen, Ruth Strauch, Inge Uhdre und Günter Frey. Ehrenamtliche Bürokräfte Das Tourist-Informationsbüro wurde im Juli 1993 eingeweiht, 1993 und 1994 wurde es mit den Personen des geschäftsführenden Vorstandes des Fremdenverkehrsverein besetzt. Über das Seniorenbüro Merzig konnten Personen mit bürokaufmännischer Vorbildung für die ehrenamtliche Tätigkeit gewonnen werden. Zunächst wurden eigene Prospekte versandt, mit dem Ziel, Besseringen den wichtigsten Verkehrsämter und Tourist-Informationsbüros innerhalb Deutschlands vorzustellen. Stufenweise wurden weiteres Prospektmaterial und Gastgeberverzeichnisse in die Versandunterlagen mit aufgenommen. Bis heute hat das Büro 6610 ehrenamtliche Stunden erbracht, 2100 Informationsmappen auf Anfrage auf den Postweg gebracht und 3610 Telefonate geführt. Alle entstandenen Unkosten wurden aus der Vereinskasse und von Sponsoren getragen, zudem gab es Zuschüsse durch den Ortsrat Besseringen und die Kreisstadt Merzig. Vor zwei Jahren übergab Berthold Leistenschneider die Leitung des Tourist-Informationsbüros an Günter Frey.Besseringen. Leistenschneider hatte auch die Partnerschaft mit dem hessischen Ort Linsengericht auf den Weg gebracht. Bei einer Werbung für Besseringen und den Landkreis im Raum Wiesbaden wurde Leistenschneider eine Freundschaftspartnerschaft mit dem Ort empfohlen. Schließlich haben die Besseringer eine lange Tradition zu den braunen Hülsenfrüchten und feiern noch heute jährlich ihr Linsenfest. Partnerschaft schnell perfektDie erste Delegation aus Hessen, angeführt von Bürgermeister Theo Ratzka, konnten die Besseringer bereits ein Jahr später empfangen. Im Mai 1987 wurde sogleich der Partnerschaftsvertrag zwischen Besseringen und Linsengericht besiegelt. Der erste Gegenbesuch folgte im Juli 1987. Bei ihrem Besuch in Linsengericht-Altenhaßlau wurde den Besseringern von Bürgermeister Ratzka und Herrn Sories, dem späteren Vorsitzenden des Heimat- und Geschichtsvereins Linsengericht, eine hessische Freundschaftseiche in Form einer Topfpflanze überreicht. Das zarte Pflänzchen wurde erst von Leistenschneider und seiner Ehefrau liebevoll aufgepäppelt und später im Herbst 1987 in Besseringen vor dem Restaurant "Zum Kreimertsberg" angepflanzt, wo es in den vergangenen 20 Jahren reichlich Wurzeln geschlagen hat. Die Feier zu den Jubiläen fand am Wochenende vor dem Lokal statt, wo sich die Gäste und die Delegation aus Linsengericht um Theo Ratzka von der mittlerweile stattlichen Größe des Baumes überzeugen konnten. Wie Theo Ratzka resümierte, ist es in den vergangenen 20 Jahren bereits zu einem regen Austausch von Vereinen und Personen auf beiden Seiten gekommen. Beigeordneter Ernst Schrader und Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich sprachen dem Fremdenverkehrs- und Gewerbeförderverein Besseringen ein Kompliment aus. Die handelnden Personen hätten in Besseringen Pionierarbeit für den Tourismus geleistet. Heute könne der Ort stolz auf 20000 jährliche Übernachtungen blicken. mür