Wegen anhaltender Trockenheit Merzig untersagt Anzünden von Grabkerzen und warnt vor Aufenthalt unter Bäumen

Merzig · Die anhaltende Trockenheit veranlasst die Stadtverwaltung von Merzig zu ungewöhnlichen Einschränkungen und Warnungen. Denn die Dürre erhöht die Gefahr von Bränden sowie von Astbrüchen im gesamten Stadtgebiet.

 Grabkerzen sollen auf Friedhöfen und anderen Freiflächen im Gebiet der Stadt Merzig bis auf Weiteres nicht mehr entzündet werden.

Grabkerzen sollen auf Friedhöfen und anderen Freiflächen im Gebiet der Stadt Merzig bis auf Weiteres nicht mehr entzündet werden.

Foto: dpa/Sven Hoppe

Aufgrund der anhaltenden Hitze leiden Bäume im Merziger Stadtgebiet massiv an so genanntem Trockenstress – dies ist nach einer aktuellen Mitteilung der Stadtverwaltung ein Belastungszustand, hervorgerufen durch Wassermangel. Dies hat fatale Folgen: „Dadurch sind sie anfälliger gegen Krankheiten und Schädlinge. Auch ihre positive Funktion, Luft zu filtern und Früchte auszubilden, wird nicht mehr ganz erfüllt“, heißt es aus dem Rathaus der Kreisstadt. Im gesamten Stadtgebiet kam es nach Auskunft der Verwaltung bereits an verschiedenen Stellen zu einem Grünastbruch. „Völlig gesunde und belaubte Äste brechen ab“, warnt die Verwaltung.

Dies seien unvorhersehbare Ereignisse, „die auch durch regelmäßige Baumkontrollen nicht vermieden werden können“. Grünastbrüche seien spontan und aufgrund fehlender natürlicher Warnhinweise im Vorfeld nicht zu erkennen. „Insbesondere sollten Sie auf Aufenthalte unter alten Bäumen auf absehbare Zeit verzichten, um unnötige Risiken zu vermeiden“, heißt es aus dem Rathaus.

Darüber hinaus bestehe insgesamt eine hohe Brandgefahr, auch auf den Friedhöfen der Kreisstadt Merzig. Ein Anzünden von Friedhofskerzen auf freien Flächen ist daher „bis auf Weiteres zu unterlassen“, betont die Kreisstadt. Allerdings gilt das nur für frei aufgestellte Kerzen, stellt die Verwaltung auf Nachfrage unserer Redaktion klar: „Das Entzünden von Grabkerzen in Laternen oder Glasgefäßen kann weiterhin praktiziert werden, da die Brandgefahr hier deutlich geringer ist.“

Um möglichen Gefahren und Schäden vorzubeugen, bittet die Kreisstadt Merzig alle Bürgerinnen und Bürger um erhöhte Aufmerksamkeit und Verständnis.

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