Flüchtlinge ziehen bald ins alte Knabenheim

Flüchtlinge ziehen bald ins alte Knabenheim

Das ehemalige Knabenerziehungsheim nahe der SHG-Klinik in Merzig besteht aus zwei Gebäudeteilen. In einem davon finden Flüchtlinge bald ihr neues Zuhause.

Platz für rund 35 Flüchtlinge bietet das renovierte ehemalige Knabenerziehungsheim am SHG-Klinikum. Investor Alexander Mathieu stellte vergangenen Freitag das aufwendig sanierte Gebäude zusammen mit Bürgermeister Marcus Hoffeld im Merziger Rathaus vor. Um ein angenehmes Wohnen in dem in die Jahre gekommenen Gebäube möglich zu machen, waren einige Renovierungsarbeiten notwendig: "Wir mussten die Bäder komplett erneuern, Teile der Elektrik sowie Dach und Giebel sanieren", erklärte Mathieu. Entstanden seien Wohnungen für Familien mit Gemeinschaftsküchen und -Bädern. "Es soll dort aber kein sozialer Brennpunkt entstehen", betonte Hoffeld. Daher werde ein Büro für ehrenamtliche Betreuer eingerichtet, in dem auch der Flüchtlingsbeauftragte der Stadt seine Arbeit verrichten werde. Außerdem kümmere sich ein Hausmeister um die Wohnanlage.

Das ehemalige Knabenerziehungsheim besteht aus zwei Gebäudeteilen. Nur in einem sollen jedoch Flüchtlinge unterkommen. Die Renovierung des ersten Abschnitts kommt laut Mathieu im Wohngebiet gut an: "Es gab bereits zahlreiche Rückmeldungen der Bevölkerung auf die ansprechende Gestaltung des Hauses." Für die Umbauarbeiten hat er rund 500 000 Euro in die Hand genommen. "Die unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Stadt war sehr erfreulich."