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Merzig
Fischnachwuchs bevölkert die Saar

Bei der Zander-Besatz-Aktion des Fischereiverbandes werden die Fische an die einzelnen Vereine und Pachtgemeinschaften verteilt.
Bei der Zander-Besatz-Aktion des Fischereiverbandes werden die Fische an die einzelnen Vereine und Pachtgemeinschaften verteilt. FOTO: Ruppenthal
Merzig/Dillingen. Der Fischereiverband Saar hat bei seiner Fischbesatzaktion entlang der Saar 3500 Zander ausgesetzt. Von Rolf Ruppenthal

Erneut hat der Fischereiverband Saar in diesem Jahr eine groß angelegte Fischbesatzaktion an der Saar durchgeführt. Insgesamt 3500 Zander, gerade einmal sieben bis acht Monate alt und zwölf bis 18 Zentimeter lang, wurden an der Saar bei Saarhölzbach, Mettlach, Beckingen, Saarlouis-Dillingen, Völklingen und Saarbrücken ausgesetzt. Nach der groß angelegten Aalbesatzaktion im Frühjahr und dem weiteren Forellenbesatz in der Blies handelt es sich bereits um die dritte Maßnahme dieser Art, die in diesem Jahr stattfindet.


Der Zander, er gilt für viele Fischfreunde als der edelste und schmackhafteste Süßwasserfisch, soll als Raubfisch vor allem die sich invasiv ausbreitenden Schwarzmundgrundeln dezimieren.

Diese ursprünglich aus dem Schwarzen, Kaspischen und Asowschen Meer stammenden Fische sind als „blinde“ Passagiere im Ballastwasser von Schiffen oder am Schiffsrumpf in hiesige Regionen vorgedrungen und haben viele Flüsse bis hin zur Nord- und Ostsee regelrecht „verseucht“.



Da die Schwarzmundgrundeln sich zudem explosionsartig vermehren, stellen sie eine ernste Gefahr für heimische Fischarten dar, die von ihnen rigoros verdrängt werden. Die 3500 Zander der jetzigen Saarbesatz-Aktion kommen aus der Fischzucht Peter Gerstner aus Volkach bei Würzburg. Bei ihnen handelt es sich um keine Nachzuchten, sondern um Wildfänge, wie Bernd Hoen, der stellvertretende Präsident des Fischereiverbandes Saar, bei der Verteilung der Fische an der Merziger Saarbrücke erläuterte.

Wie er weiter ausführte, haben sich die saarländischen Petrijünger diese neuerliche Besatzaktion rund 5000 Euro kosten lassen. Zwei Drittel der Kosten stammen aus der Fischereiabgabe, ein Drittel haben die beteiligten Vereine und Pachtgemeinschaften übernommen.

Mit von der Partie waren der ASV Mettlach, der ASV Saarhölzbach, der ASV Beckingen, die vereinigten Angelfreunde Saarlouis-Ensdorf, der AGV Völklingen, der ASV Saarbrücken sowie die Pachtgemeinschaft Merzig. Nach der Übernahme der Fische wurden sie von den beteiligten Vereinen auf dem schnellsten Wege mit Spezialanhängern zu den Besatzstellen an der Saar befördert und in die Freiheit entlassen.

Bereits in den beiden vergangenen Jahren hat der Fischereiverband Saar mit seinen Vereinen ähnliche Maßnahmen durchgeführt.