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Merzig
Ein Blick auf alte Bahn-Idylle im Saartal

Die Ansicht des Merziger Bahnhofs ist hier auf einer historischen Postkarte zu sehen.
Die Ansicht des Merziger Bahnhofs ist hier auf einer historischen Postkarte zu sehen. FOTO: Patric Bies
Merzig. In der Villa Fuchs läuft diesen Donnerstag der Film „Bahnhofsgeschichten“ des saarländischen Filmemachers Alfred Gulden. Vor mehr als 20 Jahren war Gulden für diesen Film unterwegs.

Am Donnerstag, 29. November, zeigt das Kreiskulturzentrum Villa Fuchs in Merzig den Film „Bahnhofsgeschichten“ von und mit dem saarländischen Schriftsteller und Filmemacher Alfred Gulden.


Noch bis vor wenigen Jahrzehnten waren Bahnhöfe Dreh- und- Angelpunkte im Leben der Saarländer. Fürs Wegfahren und Heimkommen. Die „Bahnhofsgeschichten“ sind Geschichten, wie sie jedem passieren können, der in Bahnhöfen und mit Zügen zu tun hat. Auf der Suche nach diesen Geschichten begab sich 1995 der Schriftsteller und Filmemacher Alfred Gulden – selbst ein passionierter Bahnfahrer – in verschiedenen Bahnhöfen an der „Herzstrecke“ im Saartal. So drehte der Autor auch im Merziger Bahnhof, heute unter Denkmalschutz stehend.

In seinem Film „Bahnhofsgeschichten“ zeigte Gulden einmal mehr: jeder Bahnhof und seine Nutzer haben eine eigene Geschichte, die es zu erzählen gilt, ja, die erzählt werden muss. Durch den Niedergang der Montanindustrie und erste Bahnreformen waren schon vor über 20 Jahren die großen Zeiten der Bahnhöfe vorbei. Doch im Unterschied zu den heutigen, anonymen „Bahnhaltepunkten“ lebten sie noch.



Auf Einladung der Rosa Luxemburg Stiftung/Peter-Imandt-Gesellschaft wird Alfred Gulden am Donnerstag, 29. November, in der Villa Fuchs den Film „Bahnhofsgeschichten“ wieder aufführen. Zu diesem Abend, den die „Plattform Mobilität“ als Kooperationspartner unterstützt, sind alle Bahnfahrer, Freunde und Gäste des Alten und Neuen Bahnhofs, kurz: alle Interessierte herzlich eingeladen.

Beginn ist um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.