| 20:43 Uhr

Merzig
Feueralarm im Fellenbergstift

Am Seniorenzentrum Fellenbergstift übten Feuerwehr und Rettungsdienst gemeinsam.
Am Seniorenzentrum Fellenbergstift übten Feuerwehr und Rettungsdienst gemeinsam. FOTO: Ruppenthal
Merzig. Feuerwehr und Rettungskräfte übten in Merzig einen Großeinsatz. Das Szenario: Es brannte im Seniorenzentrum.

Erneut eine Großübung der Merziger Feuerwehr: Dieses Mal „brannte“ es im Merziger Seniorenzentrum von Fellenbergstift. Mit dabei: Deutsches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst und die Notfallseelsorge. Wieder waren über 100 Akteure und Helfer im Einsatz.


 Das Übungs-Szenario: Nach einem Brand in der Stationsküche des Wohnbereichs 5 breiten sich Feuer und Rauch schnell aus. Durch offene Fenster dringt der Rauch auch in den darüber liegenden Wohnbereich 6. Die starke Rauchentwicklung macht alle Löschversuche unmöglich, so dass sich das Personal auf die Räumungsmaßnahmen konzentriert. Der betroffene Brandabschnitt sowie der darüber liegende Wohnbereich 6 müssen geräumt werden. Es findet eine sogenannte horizontale Räumung durch das Personal statt. Hierbei handelt es sich um die regulären Bewohner, 18 im Wohnbereich 5, 20 im Wohnbereich 6.

Inzwischen haben die Brandmelder Feueralarm ausgelöst. Von der Zentrale wurde zudem die Feuerwehr zusätzlich alarmiert. „Brand 5“, eine der höchsten Alarmierungsstufen, setzt alle verfügbaren Kräfte der Umgebung in Marsch: Menschen sind in Gefahr.



Nebelmaschinen sorgen für ein realistisches Szenarium. Durch das Treppenhaus versuchen sich Feuerwehr und Rettungskräfte nach oben vorzuarbeiten. Über dem vierten Obergeschoss geht es aber nur noch mit schwerem Atemschutzgerät weiter. Draußen an der Nordflanke hat die Drehleiter der Feuerwehr Mettlach „angedockt“ und leitet alle notwendigen Maßnahmen zur Menschenrettung per Korb ein. Die Drehleiter der Feuerwehr Merzig indes ist ausgefallen, hat sich bei einer wieder mal viel zu engen Zufahrt Reifen und Felgen kaputt gefahren.

Inzwischen laufen alle Rettungs- und Löschmaßnahmen auf Hochtouren. Auf allen Seiten des mächtigen Gebäudes sind Feuerwehr- und Rettungskräfte im Einsatz. Nach und nach werden Verletzte ins Freie transportiert. Helfer des DRK und MHD stehen bereit, übernehmen sofort ihre Versorgung und Betreuung.

Bewohner der Wohnbereiche 5 und 6 „spielen“ mit, werden vom Personal auf kürzestem und schnellstem Weg zu einem Sammelplatz in Sicherheit gebracht und betreut. Ab den Sammelplätzen werden dann Doubles eingesetzt. Diese werden schnellstmöglich nach draußen zum Verbandsplatz verlegt. Neben den Feuerwehren aus Merzig, Besseringen, Merchingen, Brotdorf und Mettlach sowie den Rettungskräften von DRK und MHD sind auch Notfallbetreuung und Ärzte eingebunden.

Nach zwei Stunden ist der Einsatz zu Ende, Löschbezirksführer Joachim Maxheim mit der Übung und den gewonnenen Erkenntnissen zufrieden. Sowohl die internen als auch die externen Übungsziele sind erreicht. Die internen Alarmpläne als auch das Organisieren des Einsatzraumes vor dem Gebäude hat funktioniert ebenso wie alle daran anknüpfenden Folgemaßnahmen. Auch Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich ist zufrieden. Sie hat die Übung hautnah und an vorderster Front miterleben können.