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Fertigstellung des Windparks hat begonnen

Merchingen. Die Errichtung der drei Windräder im Windpark Merchingen II hat begonnen. Dabei ist ein zusätzlicher Schwertransport in der Nacht zum Donnerstag notwendig. Ein Rotor ist beschädigt worden und wird ausgetauscht. Christian Beckinger

Eigentlich waren die Schwerlasttransporte zum neuen Windpark Merchingen II schon vergangene Woche abgeschlossen. Alle Komponenten für die geplanten drei Windkraftanlagen hatten ihren künftigen Standort auf der Merchinger Höhe erreicht. Doch nun gibt es einen zusätzlichen Transport . Grund: Eines der riesigen Rotorblätter mit einer Länge von fast 60 Metern ist beschädigt worden und wird ausgetauscht. Dies bestätigten die Stadtwerke Merzig auf SZ-Anfrage. Sie sind, neben der VSE und der Bürger-Energie-Genossenschaft Hochwald, einer der Betreiber des Windparks .

Demnach handelt es sich bei dem beschädigten Windradflügel um eines der Bauteile für die zweite Windkraftanlage. Beim Einfahren auf das Windparkareal schrammte nach Auskunft von Daniel Barth, Geschäftsführer der Stadtwerke , der Schwertransport an dem dort aufgestellten Montagekran vorbei. Dabei wurde der Rotor, der aus einem Glasfaser-Kunststoff-Gemisch besteht, leicht beschädigt. Eine Überprüfung des Schadens durch Experten des Windrad-Herstellers Vestas ergab, dass es sinnvoller sei, den Rotor komplett auszutauschen als vor Ort eine Reparatur zu versuchen. Dieser Austausch soll nun in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag erfolgen.
"Voll im Zeitplan"





Dann wird nach Auskunft der Stadtwerke der neue Rotor angeliefert, noch in der gleichen Nacht soll das beschädigte Exemplar abtransportiert werden. Durch den Austausch des Rotors gebe es jedoch keine Verzögerungen bei der Fertigstellung des Windparks , so die Stadtwerke : "Durch die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Vestas und dem Transportunternehmen Schwandner wird der weitere Baufortschritt dadurch nicht beeinflusst. Wir liegen voll im Zeitplan." Derweil ist auf der Merchinger Höhe die Errichtung des ersten Windrades mit einer Gesamthöhe von knapp 200 Metern angelaufen. Am Dienstag schritten die Arbeiten so weit voran, dass noch am frühen Abend das Maschinenhaus montiert werden konnte. Am Mittwoch war die Montage der Nabe sowie der Rotorblätter vorgesehen. "Alles in allem sind wir sehr zufrieden mit dem Baufortschritt", heißt es von den Stadtwerken.

Wegen des zusätzlichen Transportes muss die L 346 zwischen Honzrath und Merchingen ab dem heutigen Abend erneut voll gesperrt werden, nachdem am 12. März die Vollsperrung eigentlich aufgehoben worden war. Das teilt der Schwerlasttransport-Service Matthias Pusch mit, zuständig für die verkehrliche Absicherung der Transporte. Die Sperrung werde am 20. März wieder aufgehoben. Am Montag, 23. März, werden die Rückbauarbeiten beginnen. Auf Grund der engen Fahrbahn werde hierfür die L 346 erneut für zwei bis drei Tage voll gesperrt sein.

Info: Tel. (03 82 03) 74 16 14, Handy (01 51) 52 14 98 37.