Energiesparen als guter Vorsatz für 2016

Energiesparen als guter Vorsatz für 2016

Der Jahreswechsel bringt nicht nur zahlreiche gute Vorsätze, sondern auch mindestens ebenso viele neue Gesetze und Verordnungen. Was für private Haushalte beim Thema Energie wichtig wird, sagt Christine Mörgen, Energieberaterin der Verbraucherzentrale des Saarlandes.

So gelten ab 2016 für Neubauten die strengeren Standards der Novelle der Energieeinsparverordnung von 2014 (EnEV). Die Obergrenze für den Energiebedarf von neu errichteten Gebäuden wird um 25 Prozent gesenkt. "Die Angabe bezieht sich auf den Primärenergiebedarf, der umso niedriger ausfällt, je mehr Erneuerbare Energien für die Wärmeerzeugung eingesetzt werden", sagt Christine Mörgen.

Ferner wird der erlaubte Wärmeverlust durch die Gebäudehülle um 20 Prozent verringert. Das lässt sich mit einer dickeren Dämmung erreichen.

Neue Heizgeräte müssen schon seit vergangenem September das EU-Energielabel tragen - ähnlich wie Waschmaschinen. Ergänzt wird dieses seit 1. Januar durch eine eigene Kennzeichnung für Heizungsgeräte im Bestand, das so genannte Nationale Effizienzlabel für Altgeräte. Schritt für Schritt sollen ab 2016 alle Heizkessel, die älter als 15 Jahre sind, gekennzeichnet werden, zum Beispiel von einem Energieberater oder dem Schornsteinfeger.

Das Anbringen des Labels ist für Verbraucher kostenlos, darf aber auch nicht verweigert werden. Die Energieberaterin betont: "Das Nationale Label sagt aber nur etwas über den Gerätetyp, nicht über den tatsächlichen Zustand der Anlage oder die Eignung für den aktuellen Einsatzort aus. Darüber gibt zum Beispiel der Heiz-Check der Energieberatung der Verbraucherzentrale Aufschluss."

Ein Energielabel gibt es seit dem 1. Januar auch für Wohnraumlüftungsgeräte. Ausgewiesen werden auf dem Etikett die Energieeffizienzklasse von A+ bis G, die Geräuschemissionen sowie der Volumenstrom, also die Menge bewegter Luft. "Lüftungsanlagen sind in der Regel ununterbrochen in Betrieb, ein niedriger Stromverbrauch also besonders wichtig", erklärt Mörgen. Bei Fragen zum effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale.

Termine zur persönlichen Beratung können unter Tel (08 00) 8 09 80 24 00 (kostenfrei) oder direkt bei den Beratungsstützpunkten vereinbart werden. In Merzig finden die Beratungen in der Verbraucherberatungsstelle, Am Gaswerk 10 (gegenüber Stadtwerke) statt. Anmeldung unter Tel. (0 68 61) 54 44 oder unter (06 81) 5 00 89 15.

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