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Einfach mal am Hintern schnuppern

Einfach mal am Hintern schnuppern

Da hat die Bundeskanzlerin aber geschaut, als ihr in Neuseeland ein halbnackter, tätowierter Ureinwohner gegenüberstand und seine Nase an die ihre drückte. Bei den Maori ist so ein Nasenkuss Begrüßungsritual.

Dieses Beschnuppern hat Vorteile, ich weiß das. Kommt ein Artgenosse vorbei, wird erst einmal die Hinterpforte anvisiert, ein bisschen geschnüffelt, ein wenig geschnuppert, und dann wissen beide Bescheid: Das klappt! Oder eben nicht. Nicht so ein diplomatisches Höflichkeits-Bohei, sondern ganz einfach und unverblümt: Dein Hintern riecht gut. Merkels Besuch in Neuseeland war ja nur ein Zwischenstopp auf dem Weg zum G20-Gipfel in Australien. Dort hat sie vier Stunden mit Putin über die Ukraine geredet, ergebnislos, dann ist Putin einfach heimgefahren. Das wäre ja auch einfacher gegangen. Rein in den Raum, Putin lüpft die Anzugjacke, Merkel den Blazer, dann wird geschnuppert, und beide wissen, was eh schon jeder gerochen hat. Und am Ende gewinnt derjenige, der am lautesten bellt oder am ärgsten beißt. Das läuft bei Euch Menschen wie bei uns Hunden, nur mit mehr Heuchelei.