Eine „Sonnenblume“ für den Schul-Unterricht

Eine „Sonnenblume“ für den Schul-Unterricht

Im Merziger Schüler-Zukunfts-Zentrum befassten sich Lehrkräfte aus dem ganzen Land mit Grundlagen für praxisorientierte Angebote aus dem Bereich Informatik, die sich in den Unterricht integrieren lassen.

"Wie Licht und Informatik gemeinsam dazu beitragen können, den Alltag zu verbessern" lautete das Thema für das Projekt "Regionales Bildungsmanagement Merzig-Wadern". Diese erste Fortbildung für Lehrer bot das Schüler-Zukunfts-Zentrum (InnoZ) in Merzig mit dem Infosphere-Schülerlabor Informatik der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen an. Auch das Landesinstitut für Pädagogik und Medien des Saarlandes im Bereich Informatik war mit von der Partie. Zwei Tage lang befassten sich 17 Pädagogen aus dem Saarland mit den Grundlagen für neue praxisorientierte Kursangebote, die in den Unterricht integriert werden können.

Sonnenblume aus Solarzellen

Nach einem Grundkurs zur Programmierung von Arduino-Mikrocontrollern, die als Basisinstrument im Rahmen der Veranstaltung eingesetzt wurden, durchliefen die Teilnehmer vier Arbeitsstationen.

Bei der "Sonnenblume" benannten Station 1 bauten die Lehrer eine Sonnenblume, bestehend aus einer Solarzelle und weiteren Bauteilen, die mittels der Arduino-Mikrocontroller so programmiert wurde, dass sie sich selbst die effizienteste Lichtquelle sucht. Dies stellt eine gute Möglichkeit dar, um den effizienten Einsatz erneuerbarer Energien Schülern praxisorientiert vorzustellen.

Die zweite Station behandelte das Thema "Einparkhilfe". Immer mehr Autos erleichtern ihren Fahrern das Einparken mittels akustischer und visueller Signale und verhindern Zusammenstöße. In der Station wurde Technik, die dahinter steckt, veranschaulicht, eine eigene Einparkhilfe nachgebaut und getestet.

Sportlich ging es bei Station 3, "Geschwindigkeitsmessung", zu. Hier erlernten die Teilnehmer unter anderem, wie man beim 100-Meter-Lauf unter Einsatz von Lichtschranken Zeiten auf die Tausendstel-Sekunde genau misst.

Bei der Station "Farbthermometer" wandelten Teilnehmer die Arduino-Mikrocontroller in ein Thermometer um, das die Temperatur von Wasser misst und als visuelles Signal wiedergibt, wie es etwa LED-Wasserhähne tun.

Am zweiten Tag setzten die Lehrer ihre Kenntnisse mit einer 9er-Klasse der Peter-Dewes-Gemeinschaftsschule in Losheim im InnoZ um und gestalteten einen Kurs. Zum Abschluss der Fortbildung überreichte das Infosphere-Schülerlabor dem Merziger Schüler-Zukunfts-Zentrum einen kompletten Klassensatz an Materialien, bestehend aus Arduino-Sets und weiteren Arbeitsmaterialien.

Alle Teilnehmer haben nun die Möglichkeit, sich die Arbeitsmaterialien auszuleihen und in den Schulunterricht zu integrieren. Darüber hinaus können die Sets im InnoZ genutzt werden, um dort eigene Kurse anzubieten.