Einbrecher in Merzig und Nennig unterwegs - Polizei gibt Tipps zur Prävention

Polizei sucht Hinweise : Einbrecher in Merzig und Nennig unterwegs

Unbekannte sind in den vergangenen Tagen in mehrere Häuser in Merzig und Nennig eingestiegen. Die Polizei sucht Hinweise und gibt Tipps zur Prävention von Einbrüchen.

Gleich mehrmals haben Einbrecher in den vergangenen Tagen in Merzig und Nennig zugeschlagen. Das teilt die Polizei-Inspektion Merzig mit. Demnach war ein Einfamilienhaus in der Merziger Ernst-Thiel-Straße zwischen dem 29. September und dem 6. Oktober das Ziel bislang unbekannter Einbrecher. Wie die Polizei mitteilt, hebelten die Täter ein Wohnzimmerfenster auf der Rückseite des Gebäudes auf. Im Anschluss durchsuchten sie alle Räume, verließen das Haus jedoch wieder, ohne in den Besitz von Wertgegenständen zu kommen.

In der Hilbringer Parkstraße wurde gleich in zwei Einfamilienhäuser eingebrochen. Bei der ersten Tat, die sich zwischen dem 2. und 6. Oktober ereignete, begaben sich die Täter über den Balkon an der Rückseite des Hauses. Dort hebelten sie die Balkontür auf, um ins Haus zu gelangen und Wertgegenstände zu suchen. Ohne jedoch in den Besitz von Wertsachen zu kommen, verließen sie anschließend das Gebäude. Die zweite Tat ereignete sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Nach Aufhebeln der rückwärtigen Terrassentür hatten die Täter Zutrittsmöglichkeit zu allen Räumen und durchsuchten das Haus nach Wertgegenständen. Die Täter erbeuten einen circa 50 Kilogramm schweren Tresor mit Inhalt.

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde ein Gewerbebetrieb in Büdingen, Zum Saargau, Ziel der Einbrecher. Auch bei dieser Tat suchten bislang Unbekannte die rückwärtige Gebäudeseite auf. Mit einer Leiter versuchten sie zunächst, sich Zutritt zu einem Fenster zu verschaffen. Aus unbekannten Gründen hörten die Täter damit jedoch auf und begaben sich zur Kellertür, wo sie den Verschlussmechanismus derart manipulieren konnten, dass sie in das Gebäude einsteigen konnten. Im Gebäudeinneren wurden alle Räumlichkeiten durchsucht und vier E-Scooter sowie Bargeld entwendet.

In Nennig, Berger Weg, brachen Unbekannte am Samstagabend gegen 20.45 Uhr in ein freistehenden Einfamilienhaus ein. Die Täter nutzten auch bei dieser Tat die Abwesenheit der Geschädigten, um in das Anwesen einzusteigen. Nach Aufhebeln der Balkontür suchten die Einbrecher nach Wertgegenständen. Neben Schmuck und Uhren wurden drei Smartphones entwendet.

Die Polizei in Merzig nimmt die Taten zum Anlass, um einige Tipps zum Schutz vor Einbrüchen zu geben. Gerade in der dunklen Jahreszeit haben Einbrecher Hochkonjunktur. Die Polizei rät dazu, die Augen offen zu halten – auch in der Nachbarschaft. Wer fremde Personen in verdächtigen Situationen sieht, sollte sie ansprechen und fragen, warum sie vor Ort sind. Wer etwas Verdächtiges beobachtet, sollte sich nicht scheuen, die Polizei zu informieren. Außerdem empfiehlt die Polizei, auch in Abwesenheit für einen bewohnten Eindruck von Wohnungen zu sorgen – beispielsweise kann ein Nachbar beauftragt werden, regelmäßig den Briefkasten zu leeren oder die Beleuchtung kann über eine Zeitschaltuhr gesteuert werden.

Die Polizei betont außerdem, dass Fenster und Türen stets verschlossen sein und nicht auf „Kipp“ stehen sollen. Türen – auch Verbindungstüren von Garagen zu Wohnhäusern oder Keller- und Bodentüren – sollten stets verschlossen und nicht nur zugezogen sein. Wenn ein Fenster oder eine Tür nicht gut einsehbar ist, kann auch das Anbringen eines Gitters helfen.

Darüber hinaus rät die Polizei zu technischen Sicherungseinrichtungen. Neben einer ausreichenden Außenbeleuchtung sollten Türrahmen, Beschläge, Griffe und Schlösser aktuellen Sicherheitsstandards entsprechen. Lichtschächte und Kellerroste sollten ebenfalls abgesichert werden. Die Polizei betont, dass in den meisten Fällen rückwärtig gelegene Fenster und Türen aufgehebelt werden. Geprüfte einbruchshemmende Drehkippbeschläge erhöhen den Einbruchschutz.

Hinweise zu den Taten an die Polizei-Inspektion Merzig, Telefon (0 68 61) 70 40. Dort können Bürger auch verdächtige Wahrnehmungen melden – in dringen Fällen auch unter Tel.  110

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