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Ein Urgestein geht

Mettlach. Kapitän Jörg Federmeyer will an diesem Samstag im Heimspiel gegen den VfL Primstal mit seinem SV Mettlach die jüngste Erfolgsserie von drei Siegen ausbauen. Am Saisonende wird der 37-Jährige Mettlach verlassen und nach Merzig wechseln. Philipp Semmler

Beim SV Mettlach geht am Saison-Ende eine Ära zu Ende. Kapitän Jörg Federmeyer (37), der von 1994 bis 2001 und dann wieder ab 2008 für die Blau-Weißen spielte, wechselt im Sommer zur Spvgg. Merzig . "Ich möchte einfach etwas kürzer treten, auch weil ich mich mehr um meine kleinen Kinder kümmern möchte", sagt der 37-Jährige. "Der Aufwand in der Saarlandliga ist mir deshalb einfach zu hoch." Aus diesem Grund lehnte Federmeyer auch ein Angebot ab, kommende Runde als Co-Trainer der Blau-Weißen zu fungieren. "Wir hätten Jörg gerne ins Trainer-Team eingebaut, aber er hat sich leider anders entschieden", bedauert SVM-Trainer Christoph Gläsner.



"Spannendes neues Projekt"


Für den Wechsel nach Merzig entschied sich der 37-jährige Defensivspieler aus mehreren Gründen. "Merzig spielte jahrelang nur in unteren Klassen und ist jetzt dabei, etwas aufzubauen. Ich finde dieses Projekt spannend und möchte da ein wenig mithelfen", sagt Federmeyer. Die Spielvereinigung ist momentan Tabellenführer der Bezirksliga Merzig-Wadern und steht vor dem Sprung in die Landesliga.

Ein weiterer Grund, zur Spielvereinigung zu wechseln ist, dass Federmeyer dort auf einige alte Bekannte trifft. "Mit Christian Lutz habe ich in Mettlach zusammen gespielt. Auch Martin Wendel (Bruder von Mettlachs Torjäger Christopher Wendel, Anm. d. Red.) kenne ich sehr gut." Und zu guter Letzt ist der Wechsel nach Merzig für Federmeyer auch eine Rückkehr zu den Wurzeln. "Ich war in der Jugend bereits einmal dort, bevor ich nach Mettlach gewechselt bin", erzählt der SVM-Kapitän.

Mit Lutz (39), Almir Delic (40) oder Charles Haffner (39) verfügt Merzig schon über eine ganze Reihe von Routiniers. Auf die Frage ob Federmeyer zur Spvgg. geht, weil er gut in die Altersstruktur passt, muss der Abwehrspieler lachen. "Nein. In Merzig gibt es auch sehr viele junge Spieler. Von daher ist die Mischung gut", sagt der 37-Jährige. Und ergänzt: "Nur mit jungen Spielern geht es auch nicht und wir älteren sind alle fit. Es ist ja nicht so, dass wir Bierbäuche vor uns herschleppen."

Bevor er sich im Sommer Richtung Merzig verabschiedet, möchte Federmeyer mit Mettlach aber noch die Saison erfolgreich zu Ende spielen. "Wir haben uns Platz vier als Ziel gesetzt", verrät der Kapitän vor dem Heimspiel an diesem Samstag um 15 Uhr gegen den VfL Primstal. Zuletzt siegte Mettlach drei Mal in Serie und kletterte damit in der Tabelle von Platz elf auf Rang fünf. Am Dienstag fielen die Blau-Weißen aber wieder auf Platz sechs zurück, da der kommende Gegner aus Primstal durch ein 3:0 im Nachholspiel gegen den FV Lebach vorbei zog. Dennoch ist der anvisierte vierte Rang in Reichweite gerückt. Zwölf Spieltage vor Saison-Schluss beträgt der Rückstand auf den derzeitigen Tabellen-Vierten FV Eppelborn fünf Punkte. "Da kann einem ja angst und bange werden", zeigt Spielertrainer Marco Buchheit vom Saarlandligisten 1. FC Reimsbach schon ein etwas mulmiges Gefühl vor dem Spiel seiner Mannschaft an diesem Samstag um 15 Uhr beim SV Auersmacher. Der Tabellendritte von der oberen Saar hat sich vor Wochenfrist beim Tabellenführer FSV Jägersburg mit einem 5:0-Sieg schon mal warm geschossen. Das Hinspiel in Reimsbach hatte Auersmacher vor einem halben Jahr mit 5:1 gewonnen. Logisch, dass dieses Spiel eine Herkulesaufgabe für die Jungs des FCR darstellt, denn der Gastgeber ist seit Jahren eine feste Größe in der Liga und gehört zum Kreis der Meisterschaftsanwärter.

Anders die Lage in Reimsbach. Der verpasste Dreier gegen Schlusslicht SVGG Hangard wurmt die Elf aus dem Haustadter Tal auch nach acht Tagen immer noch. Die eigene Lage im Tabellenkeller wird bei möglichen drei Absteigern immer enger. Da war es schon günstig, dass der VfL Primstal Mitte der Woche den FV Lebach mit einem 3:0-Sieg in Schach gehalten hatte. "Das hilft indirekt, aber unsere Punkte zum Klassenverbleib müssen wir vorrangig selbst holen", sagt Buchheit. Ob aber ausgerechnet in Auersmacher welche dazu kommen?