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Priesterjubiläum
Ein Moseleifelaner fand seine Heimat an der Saar

Pastor Johannes Weber predigt im Hochamt.
Pastor Johannes Weber predigt im Hochamt. FOTO: Tina Leistenschneider
Besseringen. Pastor Johann Weber feierte in Besseringen sein 60-jähriges Priesterjubiläum.

Im Kreise seiner Gemeinde hat Pastor i.R. Johann Weber in der Pfarrkirche Herz Jesu in Besseringen sein 60-jähriges Priesterjubiläum gefeiert. Seinen Mitbrüdern, Kaplan Johannes Kerwer, Pfarrer Achim Heider, Pfarrer i.R. Josef Maas und Pastor Klaus Stankowitz sprach Weber in der gut besuchten Pfarrkirche seinen Dank für ihr Kommen aus.


In seiner Rede äußerte er den Wunsch, dass sich mehr junge Leute für einen Beruf im Dienste der Kirche interessieren und diesen ergreifen sollen. Kaplan Johannes Kerwer würdigte die langjährigen Verdienste seines Freundes und nannte ihn wegen seines besonderen Charakters und seiner menschlichen Reife ein Vorbild. „Mit seiner freundlichen, umgänglichen und sozialen Art ist Pastor Johann Weber voll im Saarland integriert“, würdigte  Kerwer den gebürtigen Moseleifelaner. Er erfreue sich durch seinen Glauben zu Gott und Liebe zum Menschen großer Beliebtheit.

Weber konnte als Sohn eines Landwirts als einziger seiner drei Geschwister studieren und entschied sich bereits früh für den Priesterberuf. „60 Jahre treuer Dienst in der Kirche vergleicht man zurecht mit einem Diamanten“, sagte Johannes Kerwer und lobte Webers Leistungen. Erst durch zeitintensive Arbeit werde aus gewöhnlichem Kohlenstoff der geschliffene Diamant.



Im Fokus des festlichen Hochamtes stand die Messe „Solennelle De Sainte Cécile“ von Charles Gounod, dessen 200. Geburtstag in diesem Jahr begangen wird. Die Komposition des Franzosen hatten die Kirchenchöre von Besseringen und St. Josef unter der Leitung ihres gemeinsamen Dirigenten Jürgen Diedrich und dem Organist Peter Maas für das Jubiläum einstudiert. Die Solopartien übernahmen Ute Nehrbauer und Benedikt Diedrich. Da Weber großer Marienverehrer ist, sangen die beiden Chöre ihm zu Ehren drei Marien-Motetten: das Salve Regina von Johann Michael Haydn; das Magnificat von Ignatius Mitterer und die vierstimmige Vertonung von „Sei gegrüßt viel tausendmale“. „Maria stand Christus am nächsten und hat in vollkommener Weise das gelebt, das er gepredigt hat“, sagte Pastor Johann Weber, der Maria als Vorbild aller Christen und als Mutter aller Kirchen ansieht.

Nach dem Gottesdienst trafen sich die Pfarrangehörigen, Freunde und Verwandten mit dem Jubilar zum Empfang im Besseringer Bürgerhaus.

(leis)