Ein Knaller zum Auftakt

Bei der Spielvereinigung Merzig macht Trainer Neale Marmon keinen Hehl daraus, dass er mit seiner Elf in die Landesliga aufsteigen möchte. Schon zum Jahresauftakt kann der Bezirksliga-Primus einen großen Schritt dorthin machen. Am Sonntag kommt der Tabellenzweite SF Hüttersdorf.

Der Fußball-Bezirksligist Spielvereinigung Merzig scheint für den Knaller zum Jahresauftakt gegen Verfolger SF Hüttersdorf gerüstet: "Ich bin guter Dinge. Wir haben eine sehr gute Vorbereitung hinter uns", berichtet Neale Marmon. "Trotz der Witterung musste keine Trainingseinheit ausfallen. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht", blickt der englische Trainer des Spitzenreiters dem Gipfel am Sonntag um 15 Uhr optimistisch entgegen. Mit einem Heimsieg über den Liga-Zweiten wollen die Merziger den aktuellen Hauptkonkurrenten in Sachen Meisterschaft bereits um sieben Punkte distanzieren - Marmon und Co. werden im Blättelbornstadion aber auch auf Revanche aus sein.

Am zweiten Spieltag kassierten die Weiß-Schwarzen in Hüttersdorf eine von nur zwei Niederlagen im bisherigen Saisonverlauf. Diese fiel mit 2:5 ziemlich heftig aus. Wenn man Trainer Marmon heute danach fragt, sieht er darin einen "Wegweiser, was uns als Favorit in der Bezirksliga erwartet" und somit einen Schuss vor den Bug. Im Anschluss wurde Merzig seiner Favoritenrolle mehr und mehr gerecht, nur noch ein weiteres Mal, beim 0:1 am vierten Spieltag bei der SG Britten-Hausbach, musste sich sein Team geschlagen geben. "Danach haben wir zum Glück die Kurve bekommen", sagt Marmon. Inzwischen ist Merzig seit zwölf Partien unbesiegt. "Unser Ziel ist weiterhin die Meisterschaft", sagt Marmon.

Haffner verstärkt die Offensive

Dazu sollen in den restlichen 14 Partien auch drei Neuzugänge beitragen. Charles Haffner, der vom Landesligisten SV Schwemlingen-Ballern dem Ruf von Ex-Trainer Marmon gefolgt ist, verstärkt nicht nur den Angriff, sondern auch die Reihe der ehemaligen Profi-Fußballer in den Merziger Reihen. Mit Christian Lutz (unter anderem SV Ried, Eintracht Braunschweig ) und Almir Delic (FC Schweinfurt, Waldhof Mannheim) kamen bereits zwei im Sommer, nun gehört auch der 39-jährige Ex-Profi des Karlsruher SC (22 Zweitliga-Spiele) zum Kader. Neben dem Franzosen Haffner hat sich auch der Kanadier David Andreychuk dem Verein angeschlossen. Der Kontakt zu dem 24-Jährigen kam über einen Bekannten Marmons bei einer Spieleragentur zustande. "Er ist eine absolute Verstärkung", sagt Marmon über den Defensivakteur, der zuletzt für den SV Memmelsdorf in der Bayernliga Nord spielte. Nach dem Ausfall von Alexander Eckert, der sich auf eine wichtige Prüfung im Rahmen seines Sportstudiums konzentriert, wird Andreychuk dessen Platz auf der linken Abwehrseite einnehmen. Dritter im Bunde der Neuen ist Florian Busche. Der Torwart ist von der SG Nunkirchen-Büschfeld gewechselt und ersetzt die bisherige Nummer zwei der Merziger, Andreas Schieber, der eine Pause einlegt. Nicht mehr zum Kader gehören außerdem der ausgemusterte Kevin Neger und Burak Cansiz (zwölf Spiele, drei Tore), der zur SSV Saarlouis in die Bezirksliga gewechselt ist.

In der Vorbereitung verlor Merzig mit 1:3 gegen Saarlandligist FV Siersburg, lag dabei aber lange mit 1:0 vorne. "Wir haben das Spiel 60 Minuten bestimmt", sprach Marmon von einem guten Test. Ein solcher war auch der 6:3-Erfolg über die SG Irsch-Schoden-Ockfen. Den letzten Testlauf gewann Merzig am vergangenen Wochenende bei der SG Holz-Wahlschied mit 5:2.

"Wir sind fit, gegen Hüttersdorf geht es vor allem darum, dass die Mannschaft nicht erneut den Fehler aus dem Hinspiel macht und die Geduld verliert. Egal, welche Taktik Hüttersdorf anwendet. Wir müssen uns auf uns konzentrieren und unser Spiel durchziehen." Was die Startelf angeht, so hat Marmon diese "bis auf ein, zwei Positionen bereits im Kopf". Neuzugang Haffner wird wohl zusammen mit Kapitän Dominik Jobst (elf Tore in 15 Spielen) den Sturm bilden. Almir Delic (elf Tore in 14 Partien), der bisher mit Jobst in vorderster Reihe agierte, wird nun wohl dahinter im offensiven Mittelfeld zum Einsatz kommen.