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Einweihung
Ein Büro für sechs Pfarrgemeinden in Merzig

In einer Feierstunde nahmen Mitglieder der Merziger Pfarreien jetzt ihr neues Zentralbüro in Besitz.
In einer Feierstunde nahmen Mitglieder der Merziger Pfarreien jetzt ihr neues Zentralbüro in Besitz. FOTO: Dieter Ackermann
Merzig. Die Pfarreiengemeinschaft Merzig-St. Peter hat jetzt eine gemeinsame Anlaufstelle direkt bei der Merziger Peterskirche. Das Zentralbüro ist Resultat von 17 Jahren Vorbereitungsarbeit.

Immerhin gingen rund 17 Jahre ins Land, bis die Pfarreiengemeinschaft Merzig dieser Tage ihr neues Zentralbüro in Merzig, Propsteistraße 1, einweihen konnte. Schon die lange Vorlaufzeit in der Zusammenarbeit der sechs Pfarrgemeinden Merzig (St. Peter und St. Josef), Besseringen (St. Gangolf), Bietzen (St. Martin), Brotdorf (St. Maria Magdalena) sowie Merchingen (St. Agatha) lässt gar nicht erst den Verdacht aufkommen, die neue Kooperation könnte bereits irgendetwas mit der geplanten Neuordnung der so genannten XXL-Pfarreien im Bistum Trier zu tun haben.


Pfarrer Klaus-Bernhard Stankowitz aus Brotdorf erläuterte der SZ bereits vor der Einweihung kurz Sinn und Zweck dieses neuen Zentralbüros. „Ab heute versprechen wir uns von diesem Büro insbesondere einen Synergieeffekt nicht zuletzt bei den Finanz- und den übrigen Verwaltungsaufgaben der Pfarreiengemeinschaft, für die bisher sechs Büros dezentral zur Verfügung standen.“ In den ebenso zweckmäßig wie geschmackvoll eingerichteten Räumlichkeiten würden sich jetzt neben vier Sekretärinnen auch sechs Seelsorger (davon drei Pfarrer, ein Diakon sowie zwei Gemeindereferenten) um die gestellten Aufgaben kümmern.

Nach Auskunft von Stankowitz ist das Zentralbüro ab sofort an allen Werktagen von 9 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr für Fragen und Aufgaben aller Art erreichbar. Diese Öffnungszeiten bezögen sich freilich nicht auf die Seelsorgezeiten. Durch diese Konzentration auf das Zentralbüro könnten jetzt die Öffnungszeiten (die „Klingel im Dorf“) in den verbleibenden vier Außenstellen deutlich reduziert werden. Der Pfarrer sieht in dieser Neuordnung keine Probleme: „Unsere neue Zentrale ist mit Hilfe moderner Technik bestens mit den Pfarreien außerhalb der Kreisstadt vernetzt, wovon das seelsorgerische Engagement und vor allem die Verwaltungsarbeiten profitieren werden. Hier können die Gläubigen jetzt alles erledigen, was bislang auf die bisherigen Pfarrbüros verteilt war: Von der Taufe bis zur Beerdigung.“ Die Telefonnummer bleibe unverändert: (0 68 61) 24 34.



Bevor Dechant Bernhard Schneider dann die feierliche Einweihung übernahm, begrüßte er die Gäste, die sich zu diesem festlichen Anlass im neuen Zentralbüro eingefunden hatten. Auch Bürgermeister Marcus Hoffeld gratulierte der katholischen Kirche zu einem gelungenen Abschluss einer immerhin 17-jährigen Vorbereitungsarbeit. „Es ist wichtig und richtig, dass sich die Pfarreiengemeinschaft Merzig jetzt organisatorisch neu aufgestellt hat.“ Besonders wichtig sei es aber auch, dass die Gläubigen nicht das Gefühl bekommen, ihre Kirche ziehe sich aus der Fläche zurück. Und Hoffeld fügte noch hinzu: „Dieses neue Zentralbüro ist attraktiv eingerichtet, hier können sich Mitarbeiter und Besucher wirklich wohlfühlen.“

Und dass hier neben dem erwünschten Wohlfühlen des Teams auch die Arbeit nicht zu kurz kommt, signalisierten nicht zuletzt die während der kurzen Feier ständig klingelnden Telefone. Um die Anrufer nicht zu lange warten zu lassen, stellte auch beim abschließenden Umtrunk immer wieder einer der Hausherren oder -damen das Sektglas ab, um den Gesprächspartnern Rede und Antwort zu stehen.

Das neue Schild weist auf die Öffnungszeiten des Zentralbüros hin.
Das neue Schild weist auf die Öffnungszeiten des Zentralbüros hin. FOTO: Dieter Ackermann