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Ehrungen bei der Schiedsrichtergruppe Merzig

Scheiden : Ein Dank statt trockener Regelkunde

Beim letzten Lehrabend im alten Jahr gab es für die Merziger Schiedsrichter neben Theorie auch besondere Ehrungen.

Der letzte Lehrabend im Fußballjahr ist für die Schiedsrichter der Gruppe Merzig mit Obmann Alfons Fries (SV Losheim) an der Spitze ein ganz besonderer. Statt trockener Theorie und Regelkunde, wobei diese wegen der Hallenrunde nicht gänzlich ausgespart bleiben konnte, gab es viel Lob und Dank sowie Ehrungen für langjährige und treue Schiedsrichterkameraden, und das alles in geselliger Runde im Bürgerhaus in Scheiden. Das ist seit der Neuordnung der Schiedsrichter-Gruppen im Kreis die neue Heimstatt der Referees.

In seinem Rückblick bedankte sich Fries primär für die gute Zusammenarbeit mit allen Schiedsrichterkameraden, aber auch mit Kreisschiedsrichterobmann Gerhard Bednorz, Kreislehrwart Thorben Rech sowie Gruppenlehrwart Heiner Müller. Fries erwähnte auch das neu gebildete Team, das für die Einteilung der Spiele verantwortlich zeichnet. Sven Vilagos hat die Einteilung der Aktivenspiele übernommen, Volker Leidinger die der A- und C-Jugend sowie Frauen, Norbert Adler besetzt die B-, D- und E-Jugend. Bernd Becker führt die Kassengeschäfte.

„Die Aufregung über die Gruppenzusammenlegung vor knapp zwei Jahren hat sich mittlerweile normalisiert. Aber wir haben, aus welchen Gründen auch immer, zu viele Kameraden, die nicht mehr für die Einteilung von Spielen zur Verfügung stehen. Nahezu allwöchentlich ist es ein Kraftakt, alle Spiele zu besetzen. So kommt es vor, dass einige Kameraden zwei oder gar drei Spiele an einem Wochenende leiten müssen“, monierte Fries. Für die Zukunft sollte dies kein Dauerzustand bleiben, das Problem gelte es im neuen Jahr anzupacken.

Mit 109 Schiedsrichtern ist die Gruppe Merzig die größte im Westsaarkreis und hatte im alten Jahr 3015 Spiele zu besetzen. Die Rückgabe der Spiele ist von 902 auf 832 zurückgegangen, aber ein Kamerad hat es alleine auf 53 Rückgaben gebracht. „Hier ist viel Luft nach oben, sprich Besserung angesagt“, appellierte Fries. Es waren 1234 Spiele aktiver Mannschaften, 972 Jugend- und 146 Frauenspiele. Dazu mussten 370 Assistenten abgestellt werden, 54 Beobachter sowie 239 sonstige Spiele.

86 Schiedsrichter der Gruppe waren im Einsatz. Fünf von ihnen gilt es besonders hervorzuheben. Noah Mertes hat 103 Spiele (45 Aktive/26 Jugend/1 Frauen/31 Assistent) geleitet; Tobias Ewerhardy 116 (51/33/5/25/2 sonstige); Fatos Kurti 121 (61/41/2/10 Halle/7 sonstige); Alex Schneider 150 (53/61/16/20 Halle) und „Überflieger“ Volker Langohr 231 (80/112/12/24 Halle), der damit seine Anzahl gegenüber dem Vorjahr um 74 Spiele übertraf. Aufsteiger des Jahres war Tobias Ewerhardy, der durch gute Spielleitungen in der Landesliga in die Verbandsliga aufgestiegen war und den Sprung in die Saarlandliga geschafft hat. Ebenfalls aufgestiegen ist Noah Mertes, der im neuen Jahr Spiele der Verbandsliga leiten darf.

Abschließend erfolgte die Ehrung langjähriger Schiedsrichter durch den Kreisschiedsrichterobmann Bednorz. Für 40-jährige Schiedsrichter-Tätigkeit Siegbert Heinrich und Christian Antz; für 35 Jahre: Walter Lubjuhn; für 25 Jahre: Norbert Fries und Hermann-Josef Molitor; für 15 Jahre: Dennis Diwo und Luigi Montana; für zehn Jahre: Dennis Heinz sowie für fünf Jahre: Tom Becker, Volker Wolfanger, Christian Kiefer und Jonas Welsch.

Zu Ehrenschiedsrichtern wurden Hubert Mertes und Ludwig Laux ernannt. Bednorz würdigte überreichte den treuen Kameraden die entsprechenden Ehrenurkunden und Ehrennadeln und sprach die Hoffnung aus, dass vor allem die jungen Kameraden noch möglichst lange bei der Stange bleiben sollten.