Durch Bauarbeiten wird Merzig in den nächsten Monaten zum Nadelöhr

Bauarbeiten in Merzig : Die Hilbringer Brücke wird zum Nadelöhr

Vier Wochen sollen die Arbeiten dauern. Im März beginnt der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) mit der Sanierung der L 174.

Schwere Zeiten für die Autofahrer in Merzig: Die Bauarbeiten zur Umsetzung des neuen Verkehrskonzeptes haben begonnen. Sie werden über Monate wohl zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen führen. Insbesondere zu den täglichen Verkehrsspitzenzeiten morgens und abends werden Staus und Verkehrsbehinderungen unvermeidbar sein. Viele Autofahrer werden wohl versuchen, dieses neue Nadelöhr zu umfahren.

Derzeit ist die Hilbringer Brücke stadtauswärts im Richtung Hilbringen gesperrt. In umgekehrter Richtung kann der Verkehr noch fließen. Zwar registrierte die Polizei Merzig den ein oder anderen Zusammenstoß seit Baubeginn in der vergangenen Woche zur Abfahrt auf die L 174. Doch ein Unfallschwerpunkt ist hier nach ihren Angaben nicht.

Während der rund vierwöchigen Bauzeit wird jedoch eine etwa 50 Meter lange halbseitige Sperrung der Brücke aus Richtung Hilbringen nach Merzig notwendig werden. Der Verkehr auf der Lothringer Straße in Richtung Hilbringen wird vor der Baustelle auf die L 174 in Richtung Besseringen geführt und von dort über die Querspange in Richtung Ballern geleitet. Hier besteht die Möglichkeit, auf die A 8 aufzufahren oder weiter auf die L 170, die Särkover- und Ballerner Straße, um nach Hilbringen zu gelangen. Fußgänger können die Brücke allerdings ohne Beeinträchtigung weiter passieren.

Nicht genug damit: Im März wird der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) mit der Straßensanierung der L 174, der früheren B 51, beginnen. Dazu wird der Bereich von der Abfahrt Hilbringer Brücke bis zur Abzweigung Trierer Straße (der SHG-Klinik) neu asphaltiert. Diese Maßnahme soll rund vier Wochen dauern und unter Einbahn-Regelung mit halbseitiger Verkehrsführung ausgeführt werden. Der Verkehr kann dann also nur von Besseringen kommend in Richtung Dillingen fließen. In Richtung Besseringen wird er über Hilbringen und Ballern umgeleitet.

Nach Ostern wird der Landesbetrieb für Straßenbau mit der eigentlichen Umsetzung des Merziger Verkehrskonzeptes beginnen: die Autobahnanschlussstelle, der Kaufland-Kreisel und die Bahnunterführung werden laut LfS umgebaut. Dazu werde der Kreisel samt den dazugehörigen Abfahrten fünf Monate voll gesperrt.

Nach den Ausführungen von Klaus Kosok, Pressesprecher beim LfS, hätten sich bei der Alternativlösung mit wechselnden Teil- und Vollsperrungen die Arbeiten über 15 Monate hingezogen. Da diese Variante allerdings mit mehreren Verkehrsänderungen verbunden und die Bauzeit drei Mal so lang gewesen wäre, entschied man sich laut Kosok für die jetzige Lösung.

Trotz der vorgesehenen Vollsperrung soll die Erreichbarkeit der Innenstadt durchgängig gewährleistet bleiben, sagen die Verantwortlichen. Die notwendigen Umleitungen werden nach ihren Worten entsprechend ausgeschildert.

Parallel zu den Arbeiten am Kreisel erfolge der Umbau der Anschlussstellen an der Autobahn. Dabei sollen den Verantwortlichen zufolge Teil- und Vollsperrungen der einzelnen Auf- und Abfahrten unvermeidbar sein. Die Umleitungen sollen frühzeitig bekannt gegeben und ausgeschildert werden.

Abgeschlossen werden die Baumaßnahmen mit der Erneuerung der Bahnunterführung am Kaufland-Kreisel. Die Deutsche Bahn sieht vor, die Maßnahme unter Vollsperrung der Bahnunterführung von Juli bis Oktober durchzuführen. Neben einer Tieferlegung der Straße sollen auch die Stahlstützen unter der Brücke entfernt werden, um mehr Breite unter dem Bauwerk zu schaffen, was dem Fußgängerverkehr zugute kommen soll.

Um die Bevölkerung und die Merziger Kaufmannschaft auf die bevorstehenden Umbaumaßnahmen vorzubereiten, hat die Kreisstadt Merzig nach ihren Angaben eine Arbeitsgruppe „Baustellenmarketing“ ins Leben gerufen.

Startschuss für das neue Merziger Verkehrskonzept: Bald beginnt der Rückbau des Kaufland-Kreisels. Die Bäume zwischen Kreisverkehr und Hilbringer Brücke wurden dazu bereits gefällt. Foto: Ruppenthal

Geplant sei, dass Mitarbeiter der Kreisstadt sowie des Vereins für Handel und Gewerbe versuchen, unter Einbeziehung der Bevölkerung Ideen und Maßnahmen zu entwickeln, um die Bürger frühzeitig über bevorstehende Maßnahmen und Verkehrsbeeinträchtigungen zu informieren.