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Stammzellenspender
Dreifache Mutter aus Menningen braucht Hilfe

Beate sucht Stammzellenspender.
Beate sucht Stammzellenspender. FOTO: Stefan-Morsch-Stiftung
Menningen. Eine Typisierungsaktion am Sonntag, 22. Juli, soll einen Stammzellenspender für die Frau, die an Leukämie erkrankt ist, finden.

Leukämie! Die Diagnose ist immer ein Schock. Für den Patienten, für die Familie, für Freunde. Auch bei Beate war das so. Die Menningerin kämpft seit einem Jahr gegen die Krankheit. Jetzt ruft der DRK Ortsverein dazu auf, sich als möglicher Lebensretter für die 58-jährige dreifache Mutter und andere Patienten bei der Stefan-Morsch-Stiftung registrieren zu lassen. Der Termin: Sonntag, 22. Juli, 14 bis 18 Uhr, im Bürgerhaus, Saarfelser Straße 8, in Menningen.


Beate hat nicht nur drei Jungs großgezogen. Sie und ihre Familie haben sich immer auch für andere engagiert: im SPD-Ortsverein, beim SV Menningen und beim DRK. Deshalb startet jetzt auch der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes einen Typisierungsaufruf. DRK und die Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands erste Stammzellspenderdatei, arbeiten eng zusammen: Jährlich erkranken allein in Deutschland rund 11 000 Menschen an Leukämie. Wenn die „Chemo“ nicht ausreicht, um den Blutkrebs zu besiegen, ist die Transplantation von Knochenmark oder Blutstammzellen eines gesunden Spenders für die Patienten die letzte Hoffnung auf Heilung.

Als Stammzellspender kann sich jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahren bis 40 Jahre kostenlos registrieren lassen. Mit dem Einverständnis der Eltern kann man sich bereits ab 16 Jahren typisieren lassen. Die Eltern sollten dann die Einwilligung mitunterschreiben. Über die Ausschlusskriterien kann man sich im Vorfeld unter www.stefan-morsch-stiftung.de informieren. So muss man mindestens 50 Kilo wiegen, ähnlich wie bei der Blutspende.

Beate und ihre Familie hoffen, dass sich ihr Leben wieder mit glücklichen Zukunftspläne füllt – nicht mit Chemo, Bestrahlung und der nächsten Bluttransfusion.

Zusammen mit dem DRK und Stefan-Morsch-Stiftung ruft man die Menninger dazu auf, dass am Sonntag, 22. Juli, viele junge Menschen aus dem Kreis Merzig-Wadern kommen und helfen: Damit sich möglichst alle typisieren lassen, bietet die Stefan-Morsch-Stiftung die Typisierung für alle gesunden Erwachsenen bis 40 Jahre kostenlos an. Das funktioniert nur, weil die gemeinnützige Stiftung auch Geldspenden sammelt. Nur so können die anfallenden Registrierungskosten von 40 Euro pro neu gewonnenem Spender getragen werden.



Um die Stammzellen beim Spender zu entnehmen, gibt es heute zwei Varianten: Bei der klassischen Methode, der Knochenmark-Entnahme, entnehmen Mediziner die Stammzellen aus dem Beckenknochen des Spenders. Dieser Eingriff dauert zirka eine Stunde. Die zweite Methode ist die Entnahme peripherer Blutstammzellen aus dem Blut – ähnlich wie bei einer Plasmaspende oder Dialyse. Dazu wird dem Spender vorher ein körpereigener Botenstoff verabreicht, der die Stammzellen aus dem Knochenmark in das Blut übergehen lässt. Dieser Botenstoff löst beim Spender im Vorfeld oft grippeähnliche Symptome – wie Kopf- und Gliederschmerzen – aus. Diese verschwinden aber mit der Entnahme der Stammzellen.

Über die Homepage der Stefan-Morsch-Stiftung (www.stefan-morsch-stiftung.de) kann man sich jederzeit als Stammzellspender erfassen lassen. Über den Online-Registrierungsbutton auf der Startseite kommt man zur Einverständniserklärung. Dort müssen eine Reihe von Gesundheitsfragen beantwortet werden, deshalb sollte die PDF „Wie werde ich Spender?“ vorab genau gelesen werden. Nach dem Ausfüllen der Einverständniserklärung bekommt man ein Registrierungsset mit genauer Anleitung zugeschickt. Für Spender, die jünger als 40 Jahre sind, entstehen dabei keine Kosten.

Wer sich nicht registrieren lassen möchte oder aus gesundheitlichen- oder Altersgründen nicht kann, hat trotzdem die Möglichkeit zu helfen. Ein Spendenkonto „Hilfe für Beate“ wurde bei der Sparkasse Merzig-Wadern unter IBAN DE 1659351040000023025 BIC MERZDE55XXX eingerichtet.