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Drei Testräume gibt es in der ehemaligen DRK-Geschäftsstelle

Interview mit Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich und Amtsärztin Elisabeth Klauck : Fünf Mitarbeiter schieben regelmäßig Dienst

Landrätin und Amtsärztin beziehen Stellung zur aktuellen Corona-Situation und der Bedeutung der neuen Teststation.

Wie viele Mitarbeiter sind in der Testststion beschäftigt?

DANIELA SCHLEGEL-FRIEDRICH Im Normalbetrieb sind fünf Mitarbeiter in der Teststation vor Ort: Zwei Soldaten, eine Mitarbeiterin des RKI, nachmittags ein Helfer des Katastrophenschutzes (Rotes Kreuz, Malteser oder DLRG) sowie ein Mitarbeiter der Kreisverwaltung.

Wie lange ist das Zentrum täglich geöffnet?

SCHLEGEL-FRIEDRICH Termine werden je nach Aufkommen vergeben, in der Regel wird das Testzentrum bis 15.30 Uhr geöffnet sein.

Zurzeit gibt es drei Testräume. Ist eine Aufstockung vorgesehen?


SCHLEGEL-FRIEDRICH  Der Raum Nummer drei kann in zwei Bereiche geteilt werden. Damit wären zurzeit vier parallele Abstriche möglich. Von den Räumlichkeiten her könnte auf bis zu fünf parallele Abstriche aufgestockt werden. Das ist im Normalbetrieb nicht vorgesehen.

Was ist der Unterschied zwischen Quarantäne und Isolation?

ELISABETH KLAUCK Der Begriff Quarantäne bezieht sich auf die zeitweilige Absonderung symptomfreier Personen, bei denen eine Ansteckung wahrscheinlich ist, da sie in Kontakt mit einer ansteckenden Person(en) waren (Exposition). Während der Quarantäne wird die Entwicklung von Krankheitszeichen mit dem Ziel der frühzeitigen Erkennung einer Infektion von Kontaktpersonen überwacht und das Risiko einer unbemerkten Übertragung auf ein Minimum reduziert. Bei der Isolierung handelt es sich um die Absonderung von kranken oder nachweislich infizierten Personen. Durch die Isolierung soll verhindert werden, dass eine infizierte Person in der Zeit, in der sie den Erreger ausscheidet und ansteckend ist, Kontakt zu anderen Personen hat und diese ansteckt.

Wo sehen Sie im Moment die größten Gefahren einer Ansteckung?

KLAUCK Die vergangenen Infektionen waren fast ausschließlich auf private Kontakte zurückzuführen, durch die zunehmende Verlegung der Aktivitäten in geschlossene Räumlichkeiten ist hier natürlich auch eine größere Gefahr einer Ansteckung gegeben.
Weiterhin ist es wichtig, unsere vulnerablen Gruppen (alte Menschen, kranke Menschen) zu schützen. Einträge in Altenheime, Reha-Einrichtungen und Krankenhäuser stellen eine große Gefahr dar.