Sicherheitsdebatte: Dieses Gefühl der Unsicherheit

Sicherheitsdebatte : Dieses Gefühl der Unsicherheit

SPD Merzig veranstaltete ersten Bürgerdialog zum Thema „Sichere Innenstadt“. Sie fordert langfristige Lösungen.

( Schon bevor die SPD Merzig vor dem historischen Stadthaus zum Bürgerdialog zum Thema „Sichere Innenstadt“ geladen hatte, haben sich laut einer Pressemitteilung viele Bürger  mit Partei-Vertretern in Verbindung gesetzt, um ihre Erfahrungen in der Innenstadt mitzuteilen. Zusammen in Gesprächen mit den Anwohnern und Gewerbetreibenden vor Ort konnten Probleme genauer identifiziert werden. „Es sind keine Einzelfälle“, sagt Arndt Oehm, Vorsitzender der SPD Merzig-Mitte. Die Probleme entstünden „hauptsächlich durch alkoholkonsumierende, laut feiernde Jugendliche und durch bestimmte erwachsene Personen, die unter Drogeneinfluss zu stehen scheinen“. Bedrohlich würden die Situationen, „wenn die Personen untereinander oder gar mit Passanten in Streit geraten“. Beim Bürgerdialog wurden Sachbeschädigungen, starke Verschmutzungen und Belästigungen schildert. Oehm: „Die gegenüber den Anwohnern geforderte Zivilcourage erreicht schnell ihre Grenzen.“ Schon normale Aufforderungen, etwa die Aufforderung, die Musik leiser zu drehen oder den vor den Augen der Anwohner weggeworfenen Müll aufzuheben, würden mit obszönen Handgesten, Beleidigungen und Bedrohungen beantwortet, was nicht nur in der Innenstadt, sondern  auch im Stadtpark der Fall sei.

Die Merziger Sozialdemokraten wollen das Thema weiter begleiten und in der nächsten Sitzung des Präventionsbeirates der Stadt thematisieren. „Für uns ist es wichtig, nicht nur kurzfristig die Situation zu beruhigen, wir wollen konkrete langfristige Lösungen“, hält Oehm fest. Ein Sicherheitskonzept, das zusammen mit Anwohnern und den zuständigen Stellen – Ordnungsamt, Polizei, Jugendamt, Jugendhilfe –  erstellt ist, sei dazu zwingend erforderlich. Sollten dazu Anträge im Stadtrat notwendig sein, werde die SPD diese sicherlich stellen.

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