Die Magnetwand einfach auftragen

Die Magnetwand einfach auftragen

In der Malerwerkstatt des Berufsbildungszentrums Merzig wurden verschiedene Arten von Putz untersucht und angefertigt. Durch spezielle Metallsande, die beigemischt werden, kann er sogar magnetisch werden.

Auch beim genauen Hinsehen sieht er aus wie ein normaler Wandputz. Aber schon beim Verarbeiten merkt man, dass er schwerer ist als üblicher Kunststoffputz: Eine Entdeckung, die Schüler des Berufsbildungszentrums Merzig machten. Das höhere Gewicht machen spezielle Metallsande aus, die dem Putz beigemischt sind. Auf ihnen haften Magnete. Das ist der neue Magnetputz, der jede Pinnwand überflüssig macht.

In Kooperation mit der holländischen Firma MagPaint und dem Schweizer Farbenhersteller Knuchel hat die Malerabteilung am BBZ Merzig sich näher mit diesem neuartigen Putz beschäftigt. "Die Untergrundvorbehandlung ist wie bei einem normalen Putz", erläuterte Heinz Bohr von der Malerwerkstatt am BBZ. "Vor und während der Verarbeitung muss der Putz jedoch sorgfältig aufgerührt werden, damit sich die Metallteilchen in der Masse gleichmäßig verteilen und nicht absetzen", führte Bohr weiter aus. Das Aufbringen soll laut Hersteller in zwei Lagen erfolgen, dann ist eine optimale magnetische Wirkung gegeben.

Ein Platz für eine Probefläche war schnell gefunden, denn Schulleiter Andreas Nikolaus Heinrich sah in seinem Büro Bedarf für ein solche s Areal, um wichtige Zettel, Fotos und Bilder aufzuhängen. Bis zu zehn Din A4-Seiten können mit extra starken Neodym-Magneten ohne Probleme an die Wand gehängt werden.

Die Schüler der Maler- und Lackiererklassen waren von dem Putz begeistert, obwohl das Material recht teuer ist (ein Kilo kostet zehn Euro) und der Verbrauch (pro Quadratmeter werden etwa viereinhalb Kilo benötigt) hoch ist. Aber einen solchen Putz verarbeitet man nicht täglich auf der Baustelle. "Wenn ich zu Hause einen Sponsor gefunden habe, mache ich mir auch so eine praktische Pinnwand mit Magnetputz", sagte David Banton, Schüler am BBZ Merzig .

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